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Spielfeld: Flüchtlinge durchbrechen Absperrung

´Spielfeld: Flüchtlinge durchbrechen Absperrung
SpielfeldAPA/ERWIN SCHERIAU
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Mehr als 1500 Menschen machten sich zu Fuß Richtung Norden auf. Anlass könnten falsche Informationen über die Entfernung zu Deutschland gewesen sein.

Mehr als 1500 Flüchtlinge haben Mittwochmittag eine Absperrung der Polizei in der Sammelstelle Spielfeld durchbrochen und sich zu Fuß auf der B67, der Grazer Straße, in Richtung Norden aufgemacht. Die Einsatzkräfte versuchten die Menschen zu überreden, wieder umzukehren und auf die geplanten Busse zu warten, erklärte Polizeisprecher Fritz Grundnig.

Laut Grundnig könnten falsche Informationen unter den Flüchtlingen über die Entfernung Deutschlands von Spielfeld zu dem Aufbruch geführt haben. Als sie merkten, dass die Grenze zu Deutschland doch noch Hunderte Kilometer entfernt ist, dürften einige wieder umgekehrt sein.

Die Flüchtlinge erreichten vor 14 Uhr Vogau-Straß, wo sie in die Nähe der Kaserne Straß des Militärkommandos Steiermark kamen. Dort waren Soldaten mit Radpanzern entlang der Route der Migranten postiert. Ihre Präsenz stehe aber laut Gerhard Schweiger vom Militärkommando Steiermark in keinem Zusammenhang mit dem Assistenzeinsatz. Es habe sich um eine Übung gehandelt.

Wie mit den Flüchtlingen umgegangen werden soll, war am Nachmittag bei der Polizei noch unklar. Man versuchte aus einem Hubschrauber einen Überblick zu bekommen. Da sich auch Kinder unter den marschierenden Flüchtlingen befanden, sei nicht davon auszugehen, dass sie es noch bei Tageslicht zu Fuß bis nach Graz schaffen würden, sagte Grundnig.

In der Sammelstelle in Spielfeld hatte sich nach dem Durchbruch der Sperre die Lage wieder beruhigt. Am Nachmittag kamen nach wie vor Flüchtlinge aus Slowenien an, andere kamen auch von der B67 wieder zurück. Etwa 1000 Migranten wurden gegen 14.00 Uhr vom Roten Kreuz vor Ort versorgt. Immer wieder fuhren Busse vor und brachten die Menschen in Notquartiere in ganz Österreich. Vorerst waren die Weitertransporte nur von Spielfeld möglich.

150 Menschen vor Grenze zurückgewiesen

150 Flüchtlinge wurden am Dienstag vor der österreichischen Grenze in Slowenien zurückgewiesen. Wie Polizeisprecher Rainer Dionisio erklärte, waren sie per Zug in Richtung Kärnten unterwegs. "Es handelte sich um eine Zurückweisung der österreichischen Polizei, die von der slowenischen Polizei in Jesenice durchgeführt wurde", sagte Dionisio. Außer den 150 Flüchtlingen wurden in nachfolgenden Zügen noch einzelne weitere Personen zurückgeschickt. "Solche Zurückweisungen gibt es immer wieder, sie erfolgen im Rahmen der Grenzkontrollen", sagte Dionisio. Bei der Durchführung komme es immer auf die Verhältnismäßigkeit an.

 

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(APA)