Schnellauswahl

Uni Innsbruck: Ministerium fordert Klärung

(c) BilderBox
  • Drucken

Die Ausschreibung einer Professur wurde kritisiert.

Innsbruck. Nach Kritik an der Ausschreibung einer Professur an der Uni Innsbruck verlangt das Wissenschaftsministerium jetzt Antworten vom Rektorat: Wie „Die Presse“ erfahren hat, hat das Ressort ein aufsichtsbehördliches Verfahren eingeleitet. Der Hintergrund: Eine Professur für italienisches Verfassungsrecht soll so ausgeschrieben worden sein, dass sie genau auf eine Person zugeschnitten war. Im Protokoll einer internen Besprechung soll sogar bereits der Name der künftigen Professorin – sie ist bereits an der Uni beschäftigt – genannt worden sein, wie die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ berichtet hat.

Das Ministerium hat Rektor Tilmann Märk aufgefordert zu erklären, ob die Ausschreibung rechtmäßig erfolgte. Heute wird das im Rektorat besprochen. Bis dahin gibt man sich an der Uni bedeckt. Nur so viel: Es handle sich um eine Professur nach §99 (3). Das sei also keine Professur, die für alle (auch für externe) Bewerber offen sei, sondern um eine Art Beförderung. (beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2015)