Juncker und Faymann: "Zäune haben keinen Platz in Europa"

EU-SONDERGIPFEL IN BRUeSSEL: FAYMANN / JUNCKER
EU-SONDERGIPFEL IN BRUeSSEL: FAYMANN / JUNCKERAPA/BKA/ANDY WENZEL
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EU-Kommissionspräsident Juncker sei bewusst, dass Österreich nicht beabsichtige, einen Zaun um das Land zu bauen, sagt Faymann.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sind sich einig, "dass Zäune keinen Platz in Europa haben". Das teilte die EU-Kommission nach einem Telefongespräch der beiden heute, Mittwoch, Abend mit. Beide seien sich einig gewesen, dass die Entscheidungen des EU-Balkangipfels vom Sonntag rasch umgesetzt werden müssten,"um eine humanitäre Katastrophe auf dem Westbalkan zu vermeiden", teilte die Kommission weiter mit. So müssten insbesondere Aufnahmekapazitäten für 50.000 Flüchtlinge entlang der Balkanroute geschaffen werden.

Juncker habe Faymann aufgerufen, eng mit der Kommission und dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass dieses Ziel so rasch wie möglich erreicht werde, auch durch einen Beitrag Österreichs.

Faymann: Technische Sicherungsmaßnahmen

Faymann erklärte in einer Aussendung: "Jean-Claude Juncker und ich sind uns bewusst, dass es nun darum gehe, zu beweisen, dass Europa die große Herausforderung der Flüchtlingsbewegung annimmt und eine gemeinsame Lösung findet." Juncker sei bewusst, dass Österreich nicht beabsichtige, einen Zaun um Österreich zu bauen. Faymann spricht über technische Sicherungsmaßnahmen beim Grenzübergang in Spielfeld.

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(APA)

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