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Griechenland: Regierung wird abgestraft

GREECE EUROPEAN ELECTIONS
(c) EPA (Dimitris Dimitriou)
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Die Sozialisten überholten bei der EU-Wahl in Griechenland die regierenden Liberal-Konservativen deutlich. Der Chef der Sozialisten forderte eine Neuauflage der Parlamentswahlen.

In Griechenland kam es zu einer Denkzettelwahl für die liberal-konservative Regierungspartei "Neue Demokratie". Sie konnte zwar 32,33 Prozent der Stimmen erringen, wurde jedoch von der sozialdemokratischen "Panhellenischen Sozialistischen Bewegung" überholt. Diese stellen in Zukunft acht Abgeordnete im neuen EU-Parlament. Der Chef der Sozialisten, Giorgos Papandreoiu, forderte Neuwahlen und erklärte, das Ergebnis sei «eine Hoffnung für einen Neuanfang». Die regierende "Neue Demokratie" muss einen Verlust von beinahe zehn Prozentpunkten hinnehmen.

In Straßburg vertreten sein wird auch die griechische Kommunistische Partei (KKE), die auf 8,4 Prozent (2004: 9,4) und zwei Abgeordnete kommt. Die ultrakonservative Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung (LAOS) wird zwei Abgeordnete entsenden. Sie bekam 7,2 Prozent (2004: 4,1). Die kleinere linke Partei Bündnis der Radikalen Linken kommt auf 4,7 Prozent und einen Abgeordneten (2004: 4,1). Erstmals ist es auch den griechischen Grünen mit etwa 3,5 Prozent gelungen, einen Abgeordneten nach Straßburg zu schicken (2004: nur 0,67 Prozent).

Die Wahlbeteiligung fiel trotz Wahlpflicht auf ein historisches Tief von etwa 52 Prozent (2004: 63,2), wie die zentrale Wahlkommission am Montag mitteilte.

(Ag./Red.)