Also gut, ein Märchen noch, dann wird aber geschlafen!
Es war einmal ein Bursche, der hieß Hans. Nach sieben Jahren Dienst bat er um seinen Lohn und erhielt einen großen Klumpen Gold. Hans wickelte ihn in ein Tuch und trug schwer daran. Nach einiger Zeit traf er einen Reiter, der ihm anbot, den Klumpen gegen das Pferd zu tauschen. Da kam ein Bauer des Weges, der ihm seine Kuh im Tausch anbot. Hans dachte an die Milch und den Käse – und er tauscht gern. Doch die Kuh war alt und gab keine Milch. In diesem Moment kam ein Fleischer mit einem Schwein des Weges – Hans tauschte sofort seine Kuh dafür ein. Dann erwarb er dafür eine Gans, zuletzt tauschte er diese gegen einen Schleifstein. Der fiel in den tiefen Brunnen. Von aller Last befreit, aber überglücklich, kehrte Hans nun zu seiner Mutter zurück.
Was das mit der Bank Austria zu tun hat? Zuerst Zentralsparkasse, dann fusioniert mit der Länderbank, dann schnupft sie die CA auf, dann kaufen die Bayern die BA, diese wird von der UniCredit aufgesaugt. Und dann ist die BA perdu. Merkt: In der Bankwelt, da agieren lauter superkluge Manager. Der Herr Randa etwa. Und Politiker: Der Herr Klima und der Herr Häupl, und noch viele andere. Derart patschert wie der Hans im Glück sind die Menschen nur in Grimms Märchen. So, und jetzt schlaft schön. (hws)
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2015)