Porsche: "Sprechen exklusiv mit Katar über Finanzhilfe"

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Porsche(c) AP (Daniel Maurer)
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Der hoch verschuldete deutsche Sportwagenhersteller verhandelt nur mehr mit dem Staatsfonds von Katar über eine Beteiligung. Porsche hat durch den Einstieg bei VW neun Milliarden Euro Schulden.

Der hoch verschuldete deutsche Sportwagenbauer Porsche verhandelt nach eigener Darstellung inzwischen exklusiv mit dem Emirat Katar über eine Finanzhilfe. "Es gibt Gespräche nur noch mit Katar", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Stuttgart. Vor einigen Wochen hatte Porsche nach eigenen Angaben noch mit mehreren Interessenten gesprochen, um aus der Finanzklemme zu kommen. Der Sportwagenbauer sitzt seit der Übernahme der Mehrheit bei Volkswagen auf einem Schuldenberg von neun Milliarden Euro.

Unternehmenskreisen zufolge verhandelt Porsche mit dem staatlichen Investmentfonds QIA (Qatar Investment Authority) über einen Einstieg. Dieser sollte im Zuge einer Kapitalerhöhung in Stammaktien bei der Porsche Automobil Holding SE sowie alternativ über den Verkauf von Optionen auf VW-Aktien erfolgen.

Die Gespräche von Porsche und Katar sind laut "Financial Times Deutschland" in einem fortgeschrittenem Stadium. Dabei gehe es um einen Anteil von bis zu 25 Prozent an der Porsche-Holding, berichtete die Zeitung am Dienstag.

Das Ziel ist klar: Der Einstieg eines neuen Investors soll Porsches finanzielle Probleme lösen. Und: Im Fall eines Einstiegs von Katar könnte sich die Position von Porsche bei den Fusionsverhandlungen mit VW erheblich verbessern.

(APA/Red.)

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