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Geschichte: 50 zerstörte Flieger, 2800 Tote

Die erste Bombe in einem Zivilflugzeug explodierte 1933.

Wien. 89-mal, den Vorfall über dem Sinai nicht inkludiert, wurden Zivilflugzeuge Ziele von Bomben. In einigen der Fälle wurden sie rechtzeitig gefunden oder zündeten nicht, insgesamt wurden aber laut aerospace.org 50 Flugzeuge zerstört und 32 beschädigt, mit rund 2800 Todesopfern und 129 Verletzten.

Mindestens 33 Fälle waren politisch motiviert, bei 14 waren es individuelle Morde bzw. Suizide, der Rest waren Unfälle oder blieb ungeklärt. Als erster Fall gilt die Explosion einer Nitroglyzerinbombe im Oktober 1933 in einer Boeing 247 der United Airlines auf dem Flug von New Jersey nach Kalifornien. Die Boeing stürzte in Indiana ab, die zehn Insassen starben. Der Fall ist ungeklärt. Im Mai 1949 zerriss eine Bombe eine DC-3 der Philippine Airlines über der Sibuyan-See. Es gab 13 Tote, die Bombe galt einem Passagier, sie kam von einem Nebenbuhler. Das erste Politattentat gab es im April 1955 auf eine Lockheed Constellation der Air India auf dem Flug Bombay–Jakarta. Taiwans Geheimdienst wollte Rotchinas Premier Tschu En Lai töten, der aber nicht mitflog. Eine Notwasserung misslang, 16 der 19 Insassen starben. (wg)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2015)