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IS-Mörder "Jihadi John" angeblich bei Luftangriff getötet

Jihadi John enthauptete den US-Journalisten James Foley.
Jihadi John enthauptete den US-Journalisten James Foley.APA/AFP/DANIEL SORABJI
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Die USA nahmen den durch Enthauptungsvideos bekannten Briten bei Bombardments auf Rakka ins Visier. Er sei dabei "höchstwahrscheinlich" getötet worden.

Die USA haben bei einem Luftangriff in Syrien den berüchtigten Mörder aus den Enthauptungsvideos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ins Visier genommen. Wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook, in der Nacht auf Freitag mitteilte, erfolgte der Angriff in der IS-Hochburg Rakka. Er sei dabei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" getötet worden, berichtet die BBC in Berufung auf hohe Militärquellen.

Eine letzte Bestätigung des Todes stehe aus, aber man sei sich "vernünftigerweise sicher". "'Jihadi John' war so etwas wie das Gesicht des Islamischen Staates", sagte der Sprecher. Der Extremist sei über vier Tage gezielt verfolgt worden.

Der Brite Mohammed Emwazi, wegen seines britischen Akzents bekannt als "Jihadi John", ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Er war erstmals im Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Er war an mehreren weiteren Enthauptungen beteiligt. Der Mann trat in den IS-Videos stets vermummt auf und sprach Englisch mit Londoner Akzent.

Berüchtigt wegen Enthauptungsvideos

Emwazi, ein in Kuwait geborener britischer Staatsbürger mit irakischen Wurzeln, war in mehreren Internetvideos der IS dabei zu sehen, wie er schwarz vermummt mehrere westliche Journalisten und Entwicklungshelfer enthauptet, darunter die US-Journalisten Steven Sotloff und Foley sowie der japanische Kriegsreporter Kenji Goto. Die Enthauptungsvideos sind im Westen zum Symbol der Grausamkeit der IS-Jihadisten im Irak und in Syrien geworden.

Die britische BBC hatte im Februar berichtet, Emwazi sei jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen. Dennoch gelang ihm die Ausreise nach Syrien und er konnte zu den Terroristen stoßen.

Die US-Zeitung "Washington Post" berichtete damals unter Berufung auf Emwazis früheres Umfeld, er sei in einer bürgerlichen Gegend in London aufgewachsen. Nach einem geplanten Safari-Trip nach Tansania im Mai 2009 habe er sich radikalisiert. Die Reise, die er demnach mit einem deutschen Konvertiten namens Omar und einem weiteren Mann namens Abu Talib unternehmen wollte, sei nie zustande gekommen. Das Trio sei am Flughafen von Daressalam von der Polizei eine Nacht festgehalten und anschließend abgeschoben worden. Die Gründe seien unklar.

(APA/Reuters)