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Pegida-Demo: Mehr als 9000 Teilnehmer am Montagabend

GERMANY PEGIDA
(c) APA/EPA/ARNO BURGI (ARNO BURGI)
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Die antiislamische Bewegung hat nach den Anschlägen in Paris offenbar etwas mehr Zulauf bekommen. In Dresden waren Plakate mit Aufschriften wie "Gestern in Paris - morgen in Deutschland" zu sehen.

Drei Tage nach den Anschlägen in Paris hat die fremdenfeindliche und antiislamische Pegida-Bewegung in Dresden offenbar etwas mehr Zulauf bekommen. Nach ersten Schätzungen der Studenteninitiative "Durchgezählt" kamen zu der Pegida-Kundgebung am Montagabend 9000 bis 12000 Menschen. Vor einer Woche hatte Pegida bis zu 8500 Anhänger auf die Straße gebracht.

Zum Beginn der Kundgebung vor der Semperoper legten die Demonstranten eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris ein. Einige Demonstranten trugen französische Fahnen mit Trauerflor. Es waren Plakate zu sehen mit Aufschriften wie "Je suis Paris", aber auch "Gestern in Paris - morgen in Deutschland".

Pegida-Mitorganisator Siegfried Däbritz sagte, die Anschläge seien "das Ergebnis einer Einwanderungspolitik, die Menschen mit völlig unterschiedlicher Kultur" und Werten "eingeladen" habe. Irgendwann werde es auch in Deutschland zu einem Anschlag kommen. Er forderte die Politik auf, die Grenzen zu schließen, die eingereisten Flüchtlinge erkennungsdienstlich zu erfassen und alle Unterkünfte "auf den Kopf" zu stellen.

Dresdner Initiativen hatten Pegida zuvor gewarnt, die islamistischen Anschläge von Paris für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen. Das Bündnis "Dresden für alle" erklärte am Wochenende, solche Taten dürften "nicht instrumentalisiert und zur Legitimation von Hass benutzt werden". Die Initiative "Dresden nazifrei" warf Pegida vor, die Terroranschläge von Paris "für sich zu nutzen".

Bereits nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hatte Pegida im Jänner zu einem "Trauermarsch" aufgerufen, was damals viele Menschen empörte. Zahlreiche deutsche Spitzenpolitiker warfen Pegida vor, die Anschläge für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen. Die Pegida-Bewegung brachte damals rund 25.000 Anhänger auf die Straße, so viele wie nie.

In Paris hatten am Freitagabend Islamisten mit Sturmgewehren und Sprengsätzen unter anderem Besucher der Konzerthalle Bataclan und mehrere Lokale angegriffen und dabei 129 Menschen getötet sowie 352 weitere verletzt. Auch vor dem Stade de France im Pariser Vorort St. Denis wurden während eines Freundschaftsspiels zwischen den Fußballnationalmannschaften von Frankreich und Deutschland Sprengsätze gezündet.

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(APA/AFP)