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ORF-Generaldirektor Wrabetz erwartet 2016 leichten Gewinn

ORF-Generaldirektor Wrabetz(c) Stanislav Jenis
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Für den Sport wird mehr Geld, für Unterhaltung weniger eingeplant.

Eine schwarze Null in Höhe von 1,6 Millionen Euro wolle der Österreichische Rundfunk im kommenden Jahr erwirtschaften, sagte ORF-Chef Alexander Wrabetz bei der Vorstellung des Finanzplans 2016. Der unter Finanzdirektor Richard Grasl erstellte Plan wird dem Stiftungsrat am 17. Dezember zur Absegnung vorgelegt. Insgesamt rechne der ORF im kommenden Jahr mit 220,3 Mio. Euro Einnahmen durch Werbung und 597,6Mio. durch Gebühren – im fünften Jahr ohne Gebührenerhöhung, wie Wrabetz und Grasl betonten. Wird der ORF diese 2016 fordern? Darauf wollten sich die beiden nicht festlegen lassen. Die Forderung nach der Fortführung der Refundierung entgangener Gebühren habe er aufgegeben, wie Wrabetz am Montag in Wien sagte.

Das Gesamtbudget beträgt im nächsten Jahr 942,3 Mio. Euro. Es wird mehr Geld in den Sport fließen, die Fußballeuropameisterschaft (16,7 Mio.) und die Olympischen Spiele (11,4 Mio) stehen auf dem Programm. Für das geplante Frühstücksfernsehen (ab März) will der ORF rund zehn Mio. ausgeben. Im Bereich Unterhaltung wurden dafür 19 Mio. Euro weniger budgetiert. Denn die kostspielige Ausrichtung des Song Contest fällt weg.

Ins Budget eingerechnet ist der Erlös aus dem Verkauf des ORF-Funkhauses. 31 Interessenten gibt es für die Immobilie in der Wiener Argentinierstraße, die mit einem Mindestwert von 18 Mio. Euro angeboten wird. Der Finanzchef hofft auf einen Bieterkampf, also einen höheren Preis. Der Verkauf des Gebäudes, das u. a. Ö1 und FM4 beherbergt, ist umstritten. Der Vorwurf, Ö1 werde durch den Umzug auf den Küniglberg geschädigt, stimme „in keinster Weise“, sagte Grasl. (her)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.11.2015)