Gleitende Durchschnittslinien leisten als Basisinstrument für die Aktienauswahl recht gute Dienste.
Die große Kunst erfolgreichen Investierens liegt nicht nur in der Aktienauswahl, sondern auch in der richtigen Wahl der Ein- und Ausstiegszeitpunkte. Dafür gibt es eine Reihe ausgefeilter Instrumente.
Die einfachsten (und deshalb natürlich auch fehleranfälligsten) sind gleitende Durchschnittslinien. Mit denen lässt sich erstens der generelle Trend sehr schön ablesen (Kurve zeigt nach oben oder unten). Es lassen sich auch Kauf- und Verkaufszeitpunkte festlegen.
In der einfachsten Variante gilt es als Kaufsignal, wenn der Kurs die Durchschnittslinie von unten nach oben durchstößt, und als Verkaufssignal, wenn das in umgekehrter Richtung geschieht.
Bewährt haben sich da beispielsweise die 50-Tage-Linie für kurzfristige Entscheidungen und die 200-Tage-Linie für längerfristige Trends (siehe Chart).
Allerdings: Diese einfache Methode funktioniert wirklich nur gut, wenn es gilt, Trends abzuchecken. Für kurzfristige Entscheidungen ist vor allem die 200-Tage-Linie zu langsam:
Man würde viel zu spät einsteigen und viel zu lange mit dem Ausstieg warten. Wer bessere Ergebnisse (mit weniger Fehlsignalen) erreichen will, muss sich schon tiefer in die Materie einarbeiten.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.06.2009)