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ATP Finals: Djokovic erster Finalist

(c) APA/AFP/LEON NEAL (LEON NEAL)
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Novak Djokovic lässt Rafael Nadal keine Chance und stürmt ins Endspiel der ATP World Tour Finals in London.

Novak Djokovic hat seinen alten Widersacher Rafael Nadal am Samstag erneut in die Schranken gewiesen. Der Weltranglisten-Leader aus Serbien fertigte den Spanier im Halbfinale der ATP Finals in London 6:3,6:3 ab und zog als erster Tennis-Profi in das Endspiel des Jahresabschlussturniers ein. Dort bekommt er es am Sonntag (19.00 MEZ/live ORF Sport plus) mit Roger Federer oder Stan Warinka zu tun.

Die beiden Schweizer spielen heute Abend (Beginn nicht vor 21.00 Uhr) in der Neuauflage des London-Halbfinales von vor einem Jahr. Damals hatte Federer nach Abwehr von vier Matchbällen gewonnen, am folgenden Tag aber wegen Rückenproblemen im Finale gegen Djokovic nicht antreten können. Dieser war dadurch kampflos zu seinem vierten Masters-Triumph gekommen.

Auf der Jagd nach seinem fünften Titel - und dem vierten in Serie - war Nadal diesmal keine allzu hohe Hürde für Djokovic. Dabei ging der Mallorquiner nach Siegen gegen Wawrinka, Andy Murray und David Ferrer in der Gruppenphase mit großem Selbstvertrauen in das Match. Doch Djokovic gelang bereits im zweiten Game mit einer fehlerfreien Performance und vier brillanten Winnern das erste Break. Fortan geriet er kaum noch in Gefahr.

"In einer eigenen Liga"

Im zweiten Satz nahm der 28-Jährige Nadal im fünften Game wieder den Aufschlag ab, das dritte Break beim Stand von 5:3 war gleichbedeutend mit dem Matchgewinn. Mit drei Winnern von der Grundlinie machte er letztlich alles klar, nur 79 Minuten dauerte die ganze Angelegenheit. Nadal konnte sich keinen einzigen Breakball erarbeiten und verlor im vierten Spiel in diesem Jahr gegen Djokovic zum vierten Mal ohne einen Satzgewinn.

Inklusive der Finals hat Djokovic somit in allen zuletzt bestrittenen 15 Turnieren das Finale erreicht - eine fulminante Bilanz, die seine Gegner nur Respekt zollend zur Kenntnis nehmen können. "Er spielt dieses Jahr einfach in einer eigenen Liga", hatte Nadal unter der Woche gemeint. Einer hat es jedoch erst vor vier Tagen geschafft, den Schützling von Boris Becker zu entzaubern: Roger Federer, der am Dienstag in London das Gruppenspiel mit 7:5,6:2 gewonnen hatte.

Falls Federer gegen Wawrinka siegreich bleibt, würde sich Djokovic damit die Gelegenheit zur Revanche bieten. Ob es dazu kommt, scheint ihn zumindest äußerlich aber nicht zu beschäftigen. "Am liebsten gegen einen Schweizer", meinte der Serbe auf die Frage nach seinem bevorzugten Gegner nur lachend.

(APA/si)