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Anschläge auf Strommasten: Krim seit zwei Tagen ohne Strom

Mehrere Strommasten zur Versorgung der Halbinsel Krim wurden zerstört.
Mehrere Strommasten zur Versorgung der Halbinsel Krim wurden zerstört.REUTERS
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Die Krim-Führung hat den Montag zum arbeitsfreien Tag erklärt. In größeren Städten wird Strom und Wasser nach Uhrzeit rationiert.

Nach Sabotageangriffen auf Stromleitungen in der Ukraine haben die Bewohner der Krim die zweite Nacht in Folge fast völlig ohne Licht und Heizung auskommen müssen. Wegen des Energiemangels erklärte die Führung der von Russland annektierten Halbinsel den Montag zum arbeitsfreien Tag. Eigene Quellen rechnen den Behörden in der Hauptstadt Simferopol zufolge für eine einmonatige Minimalversorgung.

In größeren Städten würden weiterhin Strom und Wasser nach Uhrzeiten rationiert, hieß es. Bei Außentemperaturen auf der Halbinsel von etwa 17 Grad plus bestehe keine große Gefahr durch abgeschaltete Heizungen. In den Geschäften der Schwarzmeer-Region werde aber der Vorrat an Kerzen knapp.

1,6 Millionen Menschen ohne Strom

Deutschland hat die Ukraine aufgefordert, den Anschlag auf die Stromversorgung der von Russland annektierten Halbinsel Krim aufzuklären. Die Bundesregierung erwarte, dass die Stromversorgung wiederhergestellt werde und sich derartige Anschläge nicht wiederholten, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Montag in Berlin.

Der moskautreuen Krim-Regierung zufolge sind etwa 1,6 Millionen Menschen nach dem "Blackout" ohne Strom. Die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Halbinsel bezieht ihre Energie zu 70 Prozent vom ukrainischen Festland. Dort waren in den vergangenen Tagen die Stromleitungen beschädigt worden - verdächtigt werden Mitglieder der Minderheit der Krimtataren sowie ukrainische Nationalisten. Russland hat deswegen den Notstand für die im vergangenen Jahr annektierte Krim ausgerufen. Die gesprengten Masten sollen noch in dieser Woche ersetzt werden.

Ukraine unterbricht Warenverkehr zu Krim

Nach wochenlanger Blockade der Krim durch ukrainische Aktivisten hat die Regierung in Kiew den Warenverkehr zur Krim zudem vorerst offiziell unterbrochen. Regierungschef Arseni Jazenjuk ordnete bei einer Sondersitzung des Kabinetts am Montag in Kiew an, eine Liste mit Waren zu erstellen, die blockiert werden.

Aktivisten sperren bereits seit mehr als zwei Monaten den Güterverkehr vom ukrainischen Kernland auf die Krim. Der Zugverkehr war bereits im Dezember 2014 - wenige Monate nach der russischen Annexion - eingestellt worden. Jazenjuk sprach sich zudem dafür aus, einen Stromliefervertrag mit den Krim-Behörden zu beenden.

(APA/dpa/Reuters)

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