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Möglicher Ribery-Abschied: Bayern dementiert

Franck Ribery
(c) AP (Matthias Schrader)
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Bayern München wies Berichte zurück, wonach man dem Superstar bei einem entsprechenden Angebot die Freigabe erteilen würde. Real Madrid soll für Ribery angeblich 55 Millionen Euro bieten.

Der Abschied des französischen Superstars Franck Ribery aus München rückt immer näher - oder doch nicht? Die "Sport Bild" hatte in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtet, dass der deutsche Rekordmeister seinem Star bei einer entsprechenden Ablöse nun doch die Freigabe erteilen würde."Wir haben bereits in der letzten Aufsichtsratssitzung das Thema Ribery besprochen und sind uns alle einig", wurde Vereinspräsident und Aufsichtsratschef Franz Beckenbauer zitiert.

"Wenn er unbedingt gehen will, werden wir uns mit dem Thema beschäftigen", hieß es weiter. Doch am Nachmittag dementierte der FC Bayern solche Anwandlungen scharf: "Es gab und gibt keinerlei Beschluss des Aufsichtsrats, der das Thema eines Verkaufs des Spielers Franck Ribery beinhaltet. Es gibt vom Vorstand des FC Bayern einen einstimmigen Beschluss, dass Ribery nicht zum Verkauf steht", stellte der Vorstand des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einer Presseerklärung fest.

Damit bleibt man offiziell auf der Linie von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Dieser hatte nämlich erst am Dienstag ein Machtwort gesprochen und sich gegen einen Verkauf Riberys gewehrt. "Wir wollen, dass er bleibt, haben überhaupt keine Intention, ihn zu verkaufen", sagte der Ex-Internationale.

Bisher wurde mehrfach kolportiert, dass der aktuelle Vizemeister den bis 2011 an den FC Bayern gebundene Star für eine Ablöse von mindestens 66 Mio. Euro plus x ziehen lassen und so einen fetten Gewinn kassieren könnte. Laut Rummenigge hätten sich bisher Manchester United, der FC Barcelona und Chelsea FC als Ribery-Interessenten gemeldet. Zuletzt brachte sich auch wieder Real Madrid ins Spiel.

Nachdem die Spanier für den Brasilianer Kaka vom AC Milan 68 und für den Portugiesen Cristiano Ronaldo von ManU sogar 93 Mio. Euro flüssig gemacht hatten, legen sie laut spanischer Sportzeitung "As" (Mittwoch-Ausgabe) für Ribery jetzt angeblich 55 Millionen Euro den Bayern als Angebot auf den Tisch. Im Vergleich zu Kaka und Ronaldo wäre der Franzose damit ja ein Schnäppchen.

Reals Sportchef Jorge Valdano beklagte sich in der spanischen Presse unterdessen darüber, dass die Deutschen eine "astronomische Summe" für Ribery verlangen würden. Der frühere Teamspieler bestätigte jedoch gleichzeitig, dass Real-Präsident Florentino für seine Traumelf "noch vier oder fünf Neue" holen werde. Der nächste Millionen-Transfer ist nicht eine Frage des Geldes, sondern nur der Zeit. Perez-Berater Zinedine Zidane ist ein Freund Riberys ....

Real-Präsident Florentino Perez wies indes all jene Meinungen zurück, die der Finanzpolitik seines Klubs Amoralität attestieren. "Diese Leute irren sich. Aber die Zeit wird uns recht geben, deshalb bin ich entspannt", erklärte Perez in der Zeitung "Publico". Perez hatte schon zuvor darauf hingewiesen, dass die durch Kredite finanzierten Ausgaben durch die Einnahmen aus Merchandising, Marketing und TV-Rechten mehr als aufgewogen würden.

(Ag.)