Luftfahrt: FACC baut Werk in den Vereinigten Emiraten

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Die Produktion wird teilweise verlagert. Jobs fallen aber keine weg. Die frei werdenden Kapazitäten isollen durch neue Projekte gefüllt werden.

Wien (APA). Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer FACC baut gemeinsam mit dem Staatsfonds Mubadala Development Company in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein neues Werk. In dieses neue Werk sollen Teile der heimischen Fertigung von Bauteilen für Verkehrsflugzeuge verlagert werden. Die frei werdenden Kapazitäten in den österreichischen Werken sollen durch neue Projekte gefüllt werden, Jobs seien keine bedroht, heißt es bei FACC.

Mit dem Bau des Werkes soll bereits Ende Juni begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2010 geplant. FACC wird anfangs die Fertigung von Spoilern und von Verkleidungen für Landeklappenträger für die Airbus-Modelle A330/40 und A380 von Österreich in die Emirate verlagern. Künftig soll das neue Werk jedoch mit frischen Aufträgen von Airbus oder anderen Flugzeugherstellern gefüllt werden.

Neuer Investor für FACC?

In den heimischen Werken – die bislang durch die Produktion für Boeing 787 und A380 gut ausgelastet sind – soll durch die Verlagerung Platz für neue Aufträge geschaffen werden. Darunter fallen beispielsweise Teile für den noch in Entwicklung befindlichen Airbus A350. Die Jobs der rund 1600 Mitarbeiter seien daher nicht bedroht.

Die Zusammenarbeit von FACC mit Mubadala kommt nicht ganz unerwartet. Wie „Die Presse“ bereits vor rund einem Jahr berichtete, suchte FACC damals schon nach einem Kooperationspartner. Der arabische Staatsfonds wurde dabei als möglicher Kandidat genannt. Künftig könnte Mubadala auch als FACC-Investor ins Spiel kommen. Das Unternehmen sucht bereits seit Längerem frische Geldgeber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.06.2009)

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