Laut einem Bericht "manager magazin" befinden sich Verhandlungen zwischen Daimler und dem Sportwagenbauer Porsche in einem fortgeschritttenen Stadium. In Industriekreisen heißt es, der Bericht sei ernst zu nehmen.
Der Automobilkonzern Daimler erwägt einem Medienbericht zufolge eine Beteiligung am Sportwagenbauer Porsche. Die Gespräche befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, berichtete das "manager magazin" am Freitag in seiner Online-Ausgabe.
Daimler-Chef Dieter Zetsche und Porsches Vorstandsvorsitzender Wendelin Wiedeking hätten die möglichen Optionen eines Einstiegs bereits Ende Mai diskutiert, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Finanzkreise. Diskutiert werde, dass Daimler über eine Kapitalerhöhung Aktien der Porsche SE übernehme. Möglich sei auch, dass Daimler Porsche ein Paket VW-Optionen abnehme.
Industriekreise: Bericht ernst zu nehmen
In Industriekreisen hieß es, der Bericht sei ernst zu nehmen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte zudem, es sei nicht überraschend, wenn verschiedene Akteure der Branche miteinander redeten. Man stehe jedoch bei weitem noch nicht kurz vor einer Übereinkunft.
Ein Sprecher von Daimler sagte zu dem Bericht: "In der Branche spricht jeder mit jedem. Im Übrigen sind das Spekulationen, die wir nicht kommentieren." Ein Porsche-Sprecher erklärte: "Wir wissen davon nichts." Ein Volkswagen-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Porsche hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit komplexen Optionsgeschäften die Mehrheit der Stimmen bei VW gesichert und hat noch Zugriff auf weitere Anteile. Porsche verhandelt derzeit auch mit dem Emirat Katar über eine mögliche Beteiligung, um seinen im Zuge des VW-Einstiegs angehäuften Schuldenberg abzutragen.
(Ag.)