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Unter einem schlechten Stern: Der "Star Wars"- Fluch

Jake Looyd in Star Wars und auf seinem Polizeifoto(c) Disney/Reuters
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Ob Misserfolge, Unfälle oder Drogensucht – es scheint als stünde der "Star Wars"-Cast unter einem schlechten Stern.

Jake Lloyd verkörperte im Star Wars-Film „Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ den kleinen Jungen Anakin Skywalker. Der damals Zehnjährige zog sich bereits zwei Jahre danach von der Schauspielerei zurück. Als Grund gab Lloyd Hänseleien von Schulkameraden an. Außerdem wurde ihm, wie vielen Kinderstars, der Rummel um seine Person zu viel. „Inzwischen hasse ich es, wenn Kameras auf mich gerichtet sind“, betonte der ehemalige Schauspieler 2012 in einem Interview. Erst im Juni diesen Jahres wurde Lloyd wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit und ohne Fahrerlaubnis festgenommen, nachdem er sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte und schließlich in einer Baumgruppe zum stehen kam.

Kurz nach seiner Verhaftung wird bekannt, dass der Kinderstar offenbar an Schizophrenie leidet.

David Prowse
David Prowse(c) APA/AFP (PIERRE-PHILIPPE MARCOU)

Darth Vader ist einer der berühmtesten Bösewichten der Filmgeschichte. Gespielt hingegen wird er von einem umso weniger bekannten Mann: David Prowse. Noch nie gehört? Es handelt sich auch nicht um einen Schauspieler, sondern um einen ehemaligen Bodybuilder, Gewichtheber und Fitnesstrainer.

Obwohl Prowse seit der Geburt von „Star Wars“ ein fester Bestandteil des Casts war, hat er ein alles andere als gutes Verhältnis zu der Produktionsfirma Lucasfilm. Er fühlte sich von der Firma mehrmals hintergangen, da zum einen seine Stimme, ohne sein Wissen, durch die eines anderen ersetzt (James Earl Jones) wurde, und zum anderen nicht sein Gesicht bei der Abnahme von Darth Vaders Maske in Episode VI zum Vorschein kam.

Natalie Portman
Natalie Portman(c) REUTERS (STEFANIE LOOS)

Eine der wenigen großen Stars am „Star Wars“-Himmel (neben Harrison Ford, Samuel Jackson und Ewan McGregor) ist die Schauspielerin der Figur Padmé Amidala, Anakins Ehefrau und Mutter von Luke und Leia: Natalie Portman. Portman konnte sich dem „Star Wars-Fluch“ entziehen – sie war einige Jahre vor dem Film mit „Léon der Profi“ bekannt geworden - und zählt heute zu den Topstars in Hollywood. 2011 erhielt sie einen Oscar für ihre Rolle in „Black Swan“.

Carrie Fisher
Carrie Fisher(c) REUTERS (Dylan Martinez / Reuters)

Für die Hauptrolle der „Prinzessin-Leia“ stand Carrie Fisher von 1977 bis 1983 dreimal vor der „Star Wars“ Kamera und wurde dadurch zum Idol einer ganzen Generation. In den 80ern war Fisher zwar noch für einige Filme vor der Kamera („Harry & Sally“), flüchtete sich in immer mehr in eine Alkohol- und Drogensucht, wie sie in ihrem 2008 veröffentlichten Buch „Wishful Drinking“ zugab. Erst vor wenigen Jahren gab Fisher zu, während der Dreharbeiten zu „Das Imperium schlägt zurück“ im Jahr 1979 kokainabhängig gewesen zu sein.

Anthony Daniels
Anthony Daniels(c) APA/AFP (VALERIE MACON)

Durch die Rolle des Roboters „C-3PO“ wurde der Brite Anthony Daniels international bekannt. Auch er schaffte es jedoch nicht seinen Erfolg als Schauspieler der „Star Wars“-Saga fortzuführen und so verdient sich der heute 69-Jährige seither seinen Lebensunterhalt hauptsächlich durch Werbespots und andere kleine Moderationsaufträge.

Kenny Baker
Kenny Baker(c) REUTERS (Kieran Doherty / Reuters)

Kenny Baker ist einer der wenigen Hauptdarsteller, der in sechs der sieben Teile der „Star Wars“-Filme mitwirkte. Bereits seit den 1960er Jahren stand der kleinwüchsige Brite vor den Film-Kameras. Seit seiner Rolle als Roboter „R2-D2“ in „Star Wars“ wurde es jedoch still um Kenneth George „Kenny“ Baker und seitdem ergatterte er kaum noch wichtige Filmrollen.

Harrison Ford gilt auch als Ausnahme des Fluchs – zumindest was seine Filmerfolge nach seiner Rolle Han Solo in den ersten drei „Star Wars“-Teilen betrifft.

Allerdings hatte der Schauspieler während der Dreharbeiten zum neuen „Star Wars-Film einen Unfall. So brach er sich seinen Knöchel und musste er auf sich allein gestellt ein Kleinflugzeug notlanden, wobei er mehrere Schnittwunden und einen temporären Gedächtnisverlust erlitt.

Mark Hamill
Mark Hamill(c) REUTERS (MARIO ANZUONI)

Auch Luke Skywalker-Schauspieler Mark Hamill konnte nicht an den Riesenerfolg der „Star Wars“-Reihe anknüpfen. Nach keinen weiteren nennenswerten Rollen, legte er zumindest eine steile Karriere als Synchronsprecher in Animationssserien (Joker!) und Videospielen hin.

Hamill hatte ebenfalls kein Glück während den Dreharbeiten der Star Wars Filme: 1977 erlitt er schwere Verletzungen im Gesicht bei einem Autounfall und 2014 rutschte er bei einer Kletterszene ab, wobei er sich am Fuß verletzte.

Peter Mayhew
Peter Mayhew(c) REUTERS (KEVORK DJANSEZIAN)

Peter Mayhew wurde nach dem ersten Teil der „Star Wars“-Reihe durch Chewbacca, dem Freund und Helfer von Han Solo bekannt. Außer den restlichen sechs „Star Wars“-Teilen, hatte auch der 2,21 Meter große Schauspieler keine weiteren Filmerfolge. Dafür zählt er bei Comic Conventions zu den großen Attraktionen.

Durch seine Größe leidet Mayhew unter starken Knieproblemen und musste deshalb sogar 2 Jahre lang im Rollstuhl verbringen.

Dieser Artikel entstand im Zuge einer Lehrveranstaltung am Publizistikinstitut der Universität Wien.