Die Liste der Interessenten für die Constantia Privatbank ist fertig, der Verkauf soll noch diesen Sommer abgeschlossen sein. Die potenziellen Käufer sollen im Juli ihre Prüfungen abschließen und ihre Angebote vorlegen.
Der Wiederverkauf der Constantia Privatbank ist einen Schritt weiter gekommen. Eine Liste der interessierten Kaufinteressenten ("Shortlist") sei erstellt worden, sagte ein Sprecher der Bank. Der Datenraum werde nun für die verbliebenen Interessenten, deren Zahl nicht genannt wird, zur Durchführung ihrer Due Diligence-Prüfungen geöffnet. Ziel sei es, den endgültigen Verkauf noch im Sommer abzuwickeln.
Due Diligence bedeutet "gebotene Sorgfalt" beim Handel mit Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Die DD-Prüfungen sind vor allem Stärken-/Schwächen-Analysen, Risikoabschätzungen und eine Bewertung es jeweiligen Objekts.
Bis zu 30 Interessenten
Bis zu 30 mögliche Käufer sollen sich für die Constantia Privatbank interessieren. Die Hälfte davon soll aus Österreich stammen. Als Fixstarter gelten die RZB-Tochter Kathrein Bank, Sal. Oppenheim sowie die Capital Bank. Auch die Credit Suisse und deutsche Privatbanken gelten als Interessenten. Die Eigentümer seien zuversichtlich, für die im Vorjahr im Zusammenhang mit der Immofinanz-Gruppe in Liquiditätsprobleme geratenen Bank einen Verkaufserlös von mehr als 100 Millionen Euro zu erzielen, hieß es.
Die Constantia Privatbank wurde im Herbst 2008 in einem Notverkauf von den fünf heimischen Großbanken (Bank Austria, RZB, Erste Bank, Bawag-PSK, Volksbanken) übernommen und soll mit ihren vier Teilen (Vermögensverwaltung, Depotbank, CPB Kapitalanlagegesellschaft und CPB Immobilien KAG) in einem einzigen Paket erneut verkauft werden.
(APA)