Österreichs Banken mussten 2008 rund 6,7 Milliarden Euro abschreiben

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Symbol f�r Aktien und Sparbuch(c) (Erwin Wodicka - Wodicka@bilderbo)
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2008 mussten die heimischen Banken Wertberichtigungen von 6,7 Milliarden Euro vornehmen, alleine 4,1 Milliarden davon für Kreditrisiken. Der Bankenverband wünscht sich eine europaweit einheitliche Einlagensicherung.

Der Verband österreichischer Banken und Bankiers spricht sich erneut für einen einzigen Einlagensicherungskreis für alle in Österreich tätigen Kreditinstitute aus. Der Verband vertritt 64 in Österreich tätige Aktienbanken und alle anderen Finanzinstitute. Da dies Idee bei den anderen Sektoren - Sparkassen, Raiffeisen, Volksbanken und Hypos - aber auf "begrenzte Gegenliebe" stößt, hofft Verbandspräsident Stephan Koren auf eine EU-weite Regelung.

Milliardenabschreibungen

Auch in den Jahresabschlüssen Banken hat die Finanzkrise deutliche Spuren hinterlassen. "2008 war ein Jahr, über das man nicht euphorisch berichten kann", so Koren. Über alle heimischen Kreditsektoren hinweg sich die Wertberichtigungen auf 6,7 Milliarden Euro, davon entfielen 4,1 Milliarden Euro auf Kreditrisiken.

Die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Bekämpfung der Krise hätten sich gut in die globalen Aktionen eingefügt und seien immer breit angelegt und vernünftig gewesen. "Noch ist aber nicht alles geschafft, noch liegt ein hartes Stück Arbeit vor den Banken, um das Vertrauen wieder zurückzugewinnen", warnt Koren. Die großen Herausforderungen in Osteuropa seien aber "managebar".

Vereinfachter Kollektivvertrag

Die Zahl der Ganztagsbeschäftigten in den Mitgliedsinstituten ging leicht um 442 oder 2,6 Prozent auf 16.385 zurück. Ab 1. Juli tritt ein neuer Kollektivvertrag in Kraft, der statt 30 nur mehr 9 Gehaltsstufen vorsieht und bei höheren Einstiegsgehältern eine Verflachung der Einkommenskurve aber keine Einbußen beim Lebensgehalt bringen soll.

(APA)

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