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UN-Flüchtlingskommissar: "Extrem schwierige Gewässer"

Filippo Grandi
Filippo GrandiAPA/AFP/JOSEPH EID
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Filippo Grandi hat seinen neuen Posten angetreten - und warnte sogleich vor der "sehr gefährlichen", wachsenden Fremdenfeindlichkeit.

Der neue UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi hat am Montag seinen Posten angetreten. Offiziell ist der Italiener als Nachfolger des Portugiesen Antonio Guterres bereits seit Neujahr im Amt, seinen ersten Arbeitstag hatte er nun aber am Montag am Sitz des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Genf.

Das UNHCR bewege sich derzeit in "extrem schwierigen Gewässern", erklärte Grandi anlässlich seines Amtsantritts vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Flüchtlingskrise. Die Kombination aus Konflikten, Massenflucht, begrenzten Ressourcen sowie wachsender Fremdenfeindlichkeit sei "sehr gefährlich", erklärte Grandi. Er trete seinen Posten in einer herausfordernden Zeit an. Derzeit sind nach UN-Schätzungen weltweit rund 60 Millionen Menschen vor Krieg, Gewalt und Vertreibung auf der Flucht. Der UNO zufolge übersteigt diese Zahl sogar die der Schutzsuchenden während des Zweiten Weltkriegs.

Guterres hatte nach zehn Jahren im Amt seinen Posten zum Ende des vergangenen Jahres niedergelegt. Bei der Nachfolge hatten der Direktor der UN-Umweltorganisation (Unep), Achim Steiner, sowie die frühere dänische Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt nach Nachsehen, die sich ebenfalls für den Posten interessierten. Der 58-jährige Grandi blickt auf eine jahrelange Arbeit bei den Vereinten Nationen zurück.

(APA/AFP)