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Hofburg-Wahl: Neos-Rat für Irmgard Griss

Irmgard Griss
Irmgard GrissAPA/ROBERT JAEGER
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Wer berät die parteifreie Kandidatin? Wer macht ihre Kampagne?

Geleitet wird die Präsidentschaftskampagne von Irmgard Griss von Milo Tesselaar. Dieser war zuvor Herausgeber und Chefredakteur von „Biorama“, einer Art Hipster-Magazin für nachhaltigen Lebenswandel, an dem auch der frühere Medienunternehmer und heutige Neos-Nationalratsabgeordnete Niko Alm, beteiligt ist.

Und die Neos – genauer gesagt deren Bundesgeschäftsführer Feri Thierry – sind auch in die Griss-Kampagne involviert. Allerdings nicht in einer „operativen Funktion“, wie Thierry sagt. Aber er stehe mit Rat zur Seite, wenn Hilfe gebraucht werde, liefere Input und stelle, wenn gewünscht, Kontakte zu Experten her.

Ein Experte, dessen Name derzeit fällt, wenn von der Griss-Kampagne die Rede ist, ist Stefan Albin Sengl. 2010 – damals hieß er noch Stefan Bachleitner – hat er die Kampagne von Bundespräsident Heinz Fischer geleitet. „Amüsiert“ nehme er diese Gerüchte zur Kenntnis, sagt Sengl. Er sei kein Griss-Berater. Er kenne lediglich Tesselaar und plaudere gelegentlich mit ihm. In seinem Polit-Blog hat Sengl Griss jüngst Geschick, politisches Gespür und Cleverness attestiert.

Das Kampagnenteam werde in zwei bis drei Wochen stehen, sagt Tesselaar. Man sei noch in Gesprächen mit zwei „senioreren“ PR-Experten. Tesselaar selbst war bereits in einem Wahlkampf der Grazer Grünen aktiv und beriet auch SPÖ und ÖVP.

Mit über 200.000 Euro an Spenden ist das Griss-Team in das neue Jahr gestartet. 100.000 Euro davon stammen von Cattina Leitner. Die ehemalige Richterin aus dem Soravia-Clan, heute in einer Anwaltskanzlei tätig, ist mit Andritz-Chef Wolfgang Leitner verheiratet. Gemeinsam mit Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hat er seinerzeit das Pharmaunternehmen Genericon gegründet. Und als erster prominenter ÖVPler hat Bartenstein unlängst zur Wahl von Irmgard Griss aufgerufen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.01.2016)