Die Sammlung der Albertina: 950.000 Meister-Werke

(c) APA (ROBERT JAEGER)
  • Drucken

Von Architektur-Skizzen über den "Feldhasen" bis zu Andy Warhol: Die Sammlung der Albertina umfasst fast eine Million Aquarelle, Drucke und Zeichnungen von der Spätgotik bis zur Gegenwart.

Herz- und Kernstück der Albertina ist die grafische Sammlung, die weltberühmte Werke wie Albrecht Dürers "Feldhasen", das "Große Rasenstück" und die "Betenden Hände" beinhaltet. Die grafische Sammlung alleine umfasst nach Angaben der Albertina rund 50.000 Zeichnungen und Aquarelle sowie 900.000 druckgrafische Arbeiten. Die Zeitspanne reicht von der Spätgotik bis zur Gegenwart - mit Künstlern von Leonardo da Vinci bis Rubens, von Rembrandt bis Cezanne, von Schiele über Klimt bis Kokoschka, von Picasso über Warhol bis Baselitz. Von besonderer Bedeutung sind die Dürer-Bestände.

Seit 1919 im Besitz der Republik Österreich

Den Grundstein dafür legte der Namenspatron, Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822), der von 1770 bis zu seinem Tod 1822 systematisch grafische Blätter und Zeichnungen gesammelt hat und rund 14.000 Zeichnungen und 200.000 druckgrafische Blätter zusammentragen konnte. Dieser Bestand wurde seither erweitert und auch um Zeitgenössisches ergänzt. 1919 ging er in den Besitz der Republik Österreich über, die sie mit den Kupferstichbeständen der ehemals kaiserlichen Hofbibliothek zusammenlegte. Diese zwei Sammlungen sind bis heute der Albertina zentral. Sie wurden in der Zwischenkriegszeit unter Alfred Stix (1882-1957) und nach dem Krieg unter Otto Benesch (1896-1964) und Walter Koschatzky (1921-2003) speziell um österreichische, unter Konrad Oberhuber (1935-2007) und dem seit Beginn des Jahres 2000 amtierenden derzeitigen Direktor Klaus Albrecht Schröder dann vermehrt wieder um internationale Arbeiten erweitert.

Architektur und Foto-Sammlung

Neben der grafischen gibt es auch eine umfangreiche Architektursammlung, die 15.000 verzeichnete Objekte und schätzungsweise fast 35.000 weitere Blätter enthält, wie der Albertina-Homepage zu entnehmen ist. Darunter sind Pläne, Skizzen und Modelle sowie Zeichnungen von Architekten wie Johann Bernhard Fischer von Erlach, Otto Wagner, Adolf Loos und Clemens Holzmeister. Die formal 1999 gegründete fotografische Sammlung reicht mit 100.000 Objekten zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts und beinhaltet auch die historischen Bestände des Langewiesche-Verlags und der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien.

Frisch in der Albertina ist die permanente Schausammlung, zumindest als Dauerleihgabe: Die Werke aus der Batliner-Sammlung schlagen einen Bogen vom französischen Impressionismus bis zur Gegenwartskunst - in der ersten, Ende Mai präsentierten Dauerhängung mit 259 Werken.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:

Mehr erfahren

Österreich

Albertina bringt Kunstwerke in Sicherheit

Grund für die Maßnahme ist ein Wassereintritt im Depot, das von der Feuerwehr durch Plastikplanen abgedeckt wurde. Die Evakuierung dürfte nach letzten Informationen tagelang dauern.

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.