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Bildstark: „Kafkas Der Bau“

(c) Neue Visionen Filmverleih
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Regisseur Freydank hat Kafkas unvollendete Erzählung „Der Bau“ erstmals verfilmt: Mit Kafkas Originalsprache, doch in die heutige Zeit verlegt.

Dass dieser Film in Österreich bisher nie zu sehen war, ist eigentlich unerklärlich. Allein die Besetzungsliste hätte schon dafür sorgen müssen, dass „Kafkas Der Bau“ zumindest mit einigem Interesse angenommen wird: Axel Prahl (bekannt als Münsterer „Tatort“-Kommissar Frank Thiel) spielt den paranoiden Ich-Erzähler, der sich in seinem Bau, einem betongrauen Wohnkomplex, eingerichtet hat. Er fühlt sich bedroht von der Außenwelt. Die besteht u. a. aus Josef Hader als Hausmeister und Robert Stadlober als Wachmann. Regisseur Jochen Alexander Freydank hat Kafkas unvollendete Erzählung „Der Bau“ erstmals verfilmt: Mit Kafkas Originalsprache, doch in die heutige Zeit verlegt. Aus dem Tier, das sich unterirdisch abschottet, wurde ein Mensch. Der schwere, bildstarke Film startete schon im Juli in Deutschland, in Österreich fand sich kein Verleih. Das Filmarchiv Austria zeigt ihn am 16. Jänner um 21 Uhr im Historischen Saal des Metro Kinokulturhauses.