Mödlhammer: Gemeinden können Billigquartiere vermitteln

Symbolbild: Flüchtlinge
Symbolbild: FlüchtlingeAPA/ERWIN SCHERIAU

Asyl-Koordinator Konrad will rund 50.000 günstige Wohnungen für Flüchtlinge schaffen. Der Gemeindebund pocht auf ein Konzept für ihre "Nachnutzung".

Mehr als 90.000 Personen haben im vergangenen Jahr in Österreich um Asyl angesucht. Noch laufen die Verfahren. Sollte nur die Hälfte von ihnen Asyl erhalten, wird die Situation am Wohnungsmarkt eng. Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung Christian Konrad hat daher im Gespräch mit den „Vorarlberger Nachrichten“ vorgeschlagen, 40.000 bis 50.000 „Low-cost-Wohnungen“ zu errichten. Die dafür nötigen Grundstücke mit Wohnungen auf Zeit sollen von den Gemeinden kommen.

Am Montag beginnen „Vernetzungstreffen“ mit Bürgermeistern. Bei diesen soll das Modell präsentiert werden. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer kündigt schon jetzt an, bei der Suche nach den Bauflächen „Hilfestellung geben“ zu wollen. Wichtig ist seiner Ansicht nach aber nicht nur die Frage der Auswahl der Gründe, sondern auch die „Nachnutzung“ der Wohnungen, wie er am Mittwoch im Ö1-„Mittagsjournal“ sagte. „Es gibt zum Beispiel für Jungfamilien günstige Wohneinheiten, da gibt es Mitarbeiterwohnungen oder öffentliche Möglichkeiten, wie eine Kindergartengruppe“, zählte er auf.

Wer den Bau der benötigten Wohnungen bezahlt, ist aus Mödlhammers Sicht noch offen. „Es kann nur so sein, dass die Finanzierung nicht über die Gemeinden erfolgt, sondern, dass allenfalls, wenn die frei werden, den Gemeinden ein Angebot gemacht wird.“ Diese könnten dann entscheiden, ob die das Angebot annehmen oder ausschlagen.

Circa 600 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche

Die Kosten für die Errichtung der Wohnungen dürften jedenfalls gering ausfallen, meinte Bundesobmann der ARGE-Eigenheim Christian Struber im ORF-Radio: „Die Fertigteilhausindustrie hat Module präsentiert, wo man bei einem Kostenfaktor von rund 600 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche ist. Das ist schon wesentlich günstiger als der herkömmliche Bau, wo man doch von 2000 Euro ausgehen muss.“

>>> Bericht im Ö1-„Mittagsjournal“

>>> Bericht der "Vorarlberger Nachrichten"

(Red.)