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Flüchtlingspolitik: Erstmals Mehrheit gegen Merkel

Angeschlagen: Kanzlerin Merkel
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Laut dem neuesten ZDF-Politbarometer halten 60 Prozent der Deutschen den hohen Flüchtlingszustrom für nicht mehr verkraftbar.

Nach den massenhaften sexuellen Übergriffen in Köln wenden sich immer mehr Deutsche gegen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik. Im ZDF-"Politbarometer" von Freitag war mit 60 Prozent der Befragten erstmals eine Mehrheit der Meinung, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge nicht verkraften könne. Noch im Dezember lag dieser Wert bei 46 Prozent.

37 Prozent der Befragten halten die hohe Zahl der Schutzsuchenden dagegen noch für bewältigbar. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) gab an, dass die Angriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln ihre Einstellung in der Flüchtlingsfrage verändert haben.

Etwas weniger pessimistisch sind die Ergebnisse des ARD-"Deutschlandtrend": Hier bezweifelte gut die Hälfte (51 Prozent), dass Deutschland die aktuelle Flüchtlingsproblematik bewältigen kann. Nach der Chaos-Silvesternacht in Köln unterstützen noch 44 Prozent der Befragten die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass Deutschland die Probleme lösen kann.

Die Kanzlerin gerät in Deutschland aufgrund der Flüchtlingsfrage immer mehr unter Druck. Erst am Freitag richtete ihr Alkanzler Gerhard Schröder (SPD) aus, sie ignoriere mit ihrer Politik die Realität. Ihre eigenen Parteikollegen von der Unionsfraktion wollen ihr in der nächsten Woche einen von zahlreichen CDU-Abgeordneten unterzeichneten Brief übergeben, in dem diese ihre Sorgen über die Entwicklung in der Flüchtlingskrise zum Ausdruck bringen, wie deutsche Medien berichteten.

 

(APA/dpa/red)