Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Iraner Atom-Deal: Kerry und Zarif in Wien

IAEO Generaldirektor Yukiya Amano
IAEO Generaldirektor Yukiya AmanoAPA (ROLAND SCHLAGER)
  • Drucken

Der Abschlussbericht der internationalen Atombehörde zum Atomprogramm des Iran soll am Samstag präsentiert werden.

US-Außenminister John Kerry begibt sich am Samstag nach Wien. Dort wird der entscheidende Bericht der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) zur möglichen Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran im Atomstreit erwartet. Kerry werde seinen iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif ebenso in Wien treffen wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, hieß es aus Washington.

Wie es am Freitag aus dem State Department weiter hieß, machten "alle Seiten weiterhin konstante Fortschritte bei der Umsetzung" des Wiener Abkommens vom 14. Juli 2015 zwischen den UNO-Vetomächten (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran zur Beilegung des jahrelangen Atomstreits mit der Islamischen Republik.

Kerry ist laut Nachrichtenagentur Reuters derzeit in London zu einem Treffen mit dem saudi-arabischen Außenminister Adel al-Jubeir. Vor allem Israel aber auch zweite wichtige Verbündete der USA in der Nahost-Region Saudi-Arabien stehen dem im Sommer in Wien erzielten Abkommen zur sehr kritisch gegenüber. Zudem war der Konflikt zwischen den Regionalrivalen Saudi-Arabien und Iran jüngst rund um die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien eskaliert. Laut Diplomaten wird derzeit noch an den letzten Details des IAEA-Berichts gefeilt. Erst wenn die IAEA erklärt, dass der Iran unter anderem rund 13.000 Zentrifugen abgebaut hat, kann die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen Teheran aufheben.

Historischen Atomvertrag

Die EU-Sanktionen waren im Zuge des Streits über das iranische Atomprogramm verhängt worden. Sie sehen unter anderem ein Einfuhrverbot für iranisches Erdöl und Gas vor. Der iranischen Wirtschaft wurde dadurch in den vergangenen Jahren ein erheblicher Schaden zugefügt.

Im Sommer 2015 hatten sich die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran auf einen historischen Atomvertrag geeinigt. Teheran sollte die Sorgen vor einer iranischen Nuklearwaffe durch eine radikale Umstrukturierung seines Atomprogramms zerstreuen. Dafür winkt das Ende der Sanktionen.

(APA/dpa/Reuters)