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Die Paris-Attentäter als Posterboys des IS

Die Terroristen von Paris werden vom IS für Propagandazwecke verwendet.
Die Terroristen von Paris werden vom IS für Propagandazwecke verwendet.(c) APA/AFP/Amimour family/FEDERAL P

Die Jihadisten veröffentlichten Fotos im Online-Propagandamagazin "Dabiq" im Filmplakat-Stil. Zwei der Männer werden dabei Iraker genannt.

Wie aus dem neuesen Hollywood-Blockbuster werden sie präsentiert: Neun Männer, die für den Tod von etwa 130 Menschen bei den Attentaten von Paris im November verantwortlich waren, werden von der Terrormiliz "Islamischer Staat" groß im Online-Propagandamagazin "Dabiq" als Helden vor einer Stadtansicht von Paris potraitiert.

Für die Ermittler interessant: Zwei der Attentäter werden mit dem Beinamen "al-Iraqi" bezeichnet, "der Iraker". Die beiden Männer werden als Ukashah al-Iraki und Ali al-Iraki identifiziert. Ihre richtigen Namen werden nicht genannt. Am größten abgebildet ist der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, der Belgier Abdelhamid Abbaaoud. Unter seinem Foto steht sein Kampfname Abu Umar al-Beldschiki, "der Belgier".

David Thomson, Korrespondent beim internationalen Radio in Frankreich RFI, teilte das Propagandabild auf Twitter.

Bei den Anschlägen in der französischen Hauptstadt hatten mehrere Attentäter am 13. November eine Reihe von Pariser Bars und Restaurants, den Konzertsaal Bataclan sowie die Fußballarena Stade de France attackiert. Allein im Bataclan wurden 90 Menschen getötet, insgesamt gab es 130 Todesopfer. Mehrere Attentäter waren aus Belgien gekommen.

Bei zwei der zehn Attentäter besteht bisher jedoch keine Gewissheit über ihre Identität. Es handelt sich um zwei Selbstmordattentäter, die sich am Stade de France in die Luft sprengten. Sie waren am 3. Oktober über die griechische Insel Leros nach Europa gelangt und hatten gefälschte syrische Pässe bei sich.

(APA/AFP/Red.)