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Pädophiler in Linzer Hallenbad: Mehr Aufsichts-Personal

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Polizei und Linz AG haben nach dem angezeigten Vorfall mit einem Pädophilen in einem Linzer Bad eine Kooperation vereinbart.

Nach der Anzeige wegen eines Zwischenfalls mit einem Pädophilen im Parkbad wird die Aufsicht in den Linzer Bädern bereits ab diesem Wochenende durch zusätzliches Personal verstärkt. Zudem wollen die Linz AG und die Polizei enger zusammenarbeiten, um bei derartigen Vorfällen künftig besser reagieren zu können. Das wurde bei einem Treffen beider Seiten am Freitag vereinbart.

Laut Anzeige vom 19. Jänner war die Frau am 10. Jänner mit ihren drei Kindern - einem zehnjährigen Mädchen und zwei Buben im Alter von sechs und drei Jahren - in das Hallenbad gegangen. Als der Sechsjährige im Kinderbecken war, soll sich ein Mann, der als 30 bis 40 Jahre alt und "vermutlich aus Nordafrika" beschrieben wird, am Beckenrand selbst befriedigt und dem Buben auf die Schulter geklopft haben. Die Frau meldete den Vorfall beim Personal. Laut Polizei sei die Causa von einem Mitarbeiter des Bades aber abgewiegelt worden. "Der hat gemeint, wenn er ihn nicht dabei erwischt, kann er nichts machen", wird die Mutter in der "Kronen Zeitung" (Donnerstagausgabe) zitiert. Die Frau hat daraufhin mit ihren Kindern das Bad verlassen. Die Linz AG teilte jedoch mit, dass der Mann des Bades verwiesen wurde.

Die Exekutive appellierte, in solchen Fällen lieber immer sofort die Polizei zu holen. Da die Belästigung erst so spät gemeldet wurde, gibt es nun nur eine vage Personenbeschreibung.

Abstimmungsgespräch mit Polizei

Der Fall sei unglücklich gelaufen, hieß es seitens der Exekutive. Man wolle daher mit der Linz AG eine Kooperation schließen, um deren Mitarbeiter besser auf solche Situationen vorzubereiten. Am Freitag trafen sich daher Vertreter der Linz AG und der Polizei zu einem ersten Abstimmungsgespräch, ein weiteres zwischen Führungskräften beider Seiten ist für Montag geplant.

Neben den geplanten Unterweisungen durch die Polizei hatte das Unternehmen bereits vor dem Vorfall eigene Schulungen geplant. Darin soll es u.a. um den Umgang mit anderen Kulturen gehen, auch schon in Hinblick auf die nächste Sommersaison, wie Bäderbereichsleiter Thomas Lettner sagte.

Zudem seien Mitarbeiter instruiert worden, besonders achtsam zu sein und bei Vorfällen sofort die Polizei zu verständigen, hieß es in einer Aussendung der Linz AG. Aber auch Badegäste und Eltern würden um besondere Aufmerksamkeit gebeten und aufgefordert, sich im Fall von Belästigungen u.ä. möglichst rasch an das Bäderpersonal zu wenden oder direkt die Exekutive zu rufen.

(APA)