GM könnte Opel an Finanzinvestor verkaufen

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Opel(c) AP (Michael Probst)
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General Motors befindet sich in Übernahmeverhandlungen mit Magna, betont aber immer wieder, auch mit anderen Bietern zu sprechen. GM will zwischen zwei Angeboten auswählen können.

Die Chancen des US-Finanzinvestors Ripplewood, den Autobauer Opel zu übernehmen, sind nach einem Bericht der "Financial Times" deutlich gestiegen. Wie das Blatt am Dienstag berichtete, hat die Ripplewood-Tochter RHJ International ihr Angebot für Opel deutlich verbessert und könnte innerhalb weniger Tage einen Vorvertrag mit dem bisherigen Mutterkonzern General Motors abschließen. Das verbesserte Angebot von RHJ werde von GM sehr ernst genommen, so ein Insider.

Nach dem Bericht zielt GM darauf, zwei solide Angebote zu erhalten, zwischen denen der bisherige Opel-Mutterkonzern bei einem Verkauf wählen kann. RHJ habe sein Angebot vor allem im Hinblick auf den Jobabbau in Deutschland nachgebessert und damit Rücksicht genommen auf politische Empfindlichkeiten in Deutschland. Bund und Länder halten Opel derzeit mit einer staatlichen Brückenfinanzierung in Milliardenhöhe über Wasser.

Bisher hat GM einen Vorvertrag lediglich mit dem kanadischen Autozulieferer Magna abgeschlossen. Die Verhandlungen zwischen beiden Unternehmen über den Verkauf von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall verlaufen aber offenbar zäh. GM fordert nach Medienberichten eine Rückkaufoption für Opel, was Magna ablehnt. Der Autozulieferer dagegen würde gerne das gesamte GM-Russlandgeschäft einschließlich der Marke Chevrolet übernehmen, worauf sich wiederum General Motors nicht einlassen will.

(APA)

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