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"Standard"-Bürogebäude macht "ernste Probleme"

GEB�UDE VORDERE ZOLLAMTSSTRASSE 13
Das Gebäude, in das der "Standard" 2013 zog(c) APA (HERBERT PFARRHOFER)

Bei einer Betriebsversammlung wurde eine Resolution verabschiedet: Das Raumklima sorge für "extreme Gesundheitsprobleme", der Newsroom für Stress.

Die Redaktion der Tageszeitung "Der Standard" kämpft wegen der "klimabedingten Stresssituation" im "Standard"-Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße mit "extremen Gesundheitsproblemen". In einer Betriebsversammlung und per Resolution schlug die Belegschaft nun Alarm. Die Geschäftsführung des Verlagshauses zeigt Verständnis und will die Probleme rasch lösen, wie es gegenüber der APA hieß.

Erzählungen über das schwierige Raumklima in dem Bürogebäude gibt es seit langem. Zuletzt dürfte sich die Situation wieder verschärft haben. Am Dienstag gab es deshalb eine Betriebsversammlung, bei der die "Standard"-Mitarbeiter auch eine Resolution verabschiedeten. Die Geschäftsführung wird darin "aufgefordert, die bestehenden - und seit drei Jahren bekannten - Probleme bei Belüftung und Heizung der Geschäftsräume des 'Standard' umgehend zu beseitigen".

"Stressarmes Arbeiten in Newsroom unmöglich"

Zugleich wird mit der Frage nach Standort-Alternativen daran erinnert, dass der Betriebsrat bereits einmal angeregt hat, "die Absiedelung des gesamten Betriebs in ein passendes Gebäude ins Auge zu fassen". Darüber hinaus wird in der Resolution festgehalten, "dass das gesamte Newsroom-Konzept zu hinterfragen ist, da in einem Newsroom dieser Größe unter den gegebenen Umständen offenbar ein stressarmes Arbeiten unmöglich ist - das vermehrte Auftreten von Fehlern ist eine ungewollte, dem Ansehen des 'Standard' keineswegs förderliche Nebenwirkung". Die Betriebsversammlung hat deshalb ausdrücklich gefordert, Standort-Alternativen zu prüfen, heißt es im Verlag.

Geschäftsführung spricht von Maßnahmenbündel

Die "Standard"-Geschäftsführung ist unterdessen bemüht, die Klimasituation durch neue technische Maßnahmen zu verbessern. "Leider müssen wir bestätigen, dass auch nach drei Jahren hier noch einige sehr ernste Probleme bestehen, und wir haben volles Verständnis für den Ärger der Mitarbeiter", erklärte "Standard"-Vorstand Alexander Mitteräcker. "Nachdem nunmehr die Signa dieses Haus verkauft hat, sind wir mit dem neuen Eigentümer mit Hochdruck bemüht, diese Probleme zu lösen. Das Maßnahmenbündel, das letztes Jahr gesetzt wurde, hat leider nicht ausreichend gegriffen, aber es liegen einige wesentliche Erkenntnisse vor, wo anzusetzen ist."

(APA)