Der ATX fiel um 0,45 Prozent. Größte Verlierer waren Flughafen Wien und Raiffeisen.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag mit einem kleinen Minus beendet. Der ATX fiel um 9,53 Punkte oder 0,45 Prozent auf 2.098,65 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 46 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.145 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -1,38 Prozent, DAX/Frankfurt -1,56 Prozent, FTSE/London -0,97 Prozent und CAC-40/Paris -1,66 Prozent.
Nach einem über weite Strecken positiven Verlauf drehte der Markt wie andere Börsen auch im Späthandel nach durchwachsenen US-Wirtschaftsdaten ins Minus. Negativ aufgenommen wurde vor allem der überraschend schlecht ausgefallene Index des US-Verbrauchervertrauens.
Größter Verlierer in Wien waren RHI mit einem Minus von 4,03 Prozent auf 12,86 Euro. Flughafen Wien fielen um 3,70 Prozent auf 28,90 Euro. Der Airport-Betreiber hat am Dienstag den Stopp des Baus an der umstrittenen Terminal-Erweiterung Skylink angekündigt. Das sei die Voraussetzung, um aus allen Verträgen mit den am Bau beteiligten Firmen auszusteigen und bis Ende September die Konditionen neu zu verhandeln, teilte der Flughafen Wien mit.
Unter den größeren Verlierern fanden sich auch Raiffeisen International mit einem Minus von 3,28 Prozent auf 24,75 Euro. Intercell fielen um 2,36 Prozent auf 24,41 Euro. bwin gaben 2,29 Prozent auf 31,09 Euro nach.
Mit Abstand größter Gewinner im prime market waren Polytec. Die Aktie des Automobilzulieferers stieg um 14,59 Prozent auf 2,67 Euro und konnte damit an ihre jüngste Gewinnserie anschließen. Seit Wochenbeginn haben Polytec bereits gut 27 Prozent an Wert gut gemacht. Marktkreise führten das Plus auf das in der Vorwoche abgesegnete Sanierungskonzept für den Automobilzulieferer zurück. "Da haben manche wohl auf Insolvenz spekuliert und decken jetzt zurück", vermutete ein Aktienhändler.
Gesucht waren nach der Ankündigung eines Großauftrags Strabag und stiegen um 4,10 Prozent auf 15,74 Euro. Der Baukonzern erhält einen Autobahn-Großauftrag in Polen. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf 1,6 Mrd. Euro, davon entfallen nach Unternehmensangaben rund eine Milliarde Euro auf die Strabag. Die Analysten der RCB haben die Nachricht in einer ersten Reaktion als "klar positiv" bewertet.
Zumtobel stiegen nach einer neuen Analyse um 3,26 Prozent auf 7,29 Euro. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für die Aktie von 7,0 auf 8,0 Euro erhöht, die Empfehlung lautet weiter auf "hold". Bei höherem Volumen gesucht waren am Dienstag auch Vienna Insurance und verteuerten sich um 2,41 Prozent auf 30,98 Euro.
(APA)