Fed wird bei Zinserhöhungen bremsen

Weil die Konjunktur nicht so läuft wie erwartet, wird die US-Notenbank Fed bei den anstehenden Zinserhöhungen behutsamer vorgehen als bisher angenommen, bestätigt einer der Entscheidungsträger.

Die US-Notenbank dürfte laut einem hochrangigen Vertreter bei den anstehenden Zinserhöhungen behutsamer vorgehen als bisher erwartet. Der Chef der Fed von San Francisco, John Williams, äußerte am Freitag die Einschätzung, dass das Tempo der Anhebungen "ein bisschen langsamer" ausfallen werde. Dafür sprächen die Konjunkturschwäche wichtiger Handelspartner und durchwachsene US-Wirtschaftsdaten.

In den USA würden Wachstum und Inflation daher voraussichtlich etwas niedriger liegen. Besorgt zeigte sich Williams über die konjunkturelle Abkühlung in Japan, Europa und China. In den USA sei eine Rezession nicht in Sicht, fügte er hinzu.

Die US-Wirtschaft hatte zuletzt ihr Wachstumstempo deutlich verlangsamt. Im vierten Quartal 2015 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet nur noch um 0,7 Prozent zu, nach einem Plus von 2,0 Prozent im vorangegangenen Vierteljahr. Die Fed hatte im Dezember den Leitzins angehoben. Es war die erste geldpolitische Straffung seit sieben Jahren. Weitere Erhöhungen sollen folgen.

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