Wiener Börse am Abend: Sehr fest bei niedrigen Umsätzen

Wie im übrigen Europa ging es auch in Wien mit dem Aktienmarkt deutlich nach oben. Eine zwischenzeitliche "Delle" nach Bekanntwerden durchwachsener US-Konjunkturdaten bügelte die feste Wall-Street-Eröffnung völlig aus.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei eher geringem Volumen mit deutlich festeren Notierungen beendet. Der ATX stieg 41,02 Punkte oder 1,95 Prozent auf 2.139,67 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 46 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.094 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MEZ:

  • Dow Jones/New York +1,21 Prozent
  • DAX/Frankfurt +2,01 Prozent
  • FTSE/London +1,96 Prozent
  • CAC-40/Paris +2,43 Prozent.

Wie im übrigen Europa ging es auch in Wien mit dem Aktienmarkt deutlich nach oben. Eine zwischenzeitliche "Delle" nach Bekanntwerden durchwachsener US-Konjunkturdaten bügelte die feste Wall-Street-Eröffnung völlig aus. Die Kursbewegungen kamen jedoch bei schwachem Volumen zustande. Händler berichteten von einem ruhigen Geschäft.

Den ganzen Tag über hielt die AUA-Aktie die Investoren in Atem. Das lange Warten auf einen Entscheid der EU-Kommission über den Verkauf der heimischen Fluglinie an die deutsche Lufthansa hatte am Abend ein Ende. Wie die APA erfuhr, wird es eine weitere - diesmal vertiefte - wettbewerbsrechtliche Prüfung mit einer Dauer bis zu 90 Tagen geben.

Bereits im Vorfeld dieser Bekanntmachung fielen die Aktien bis auf 3,90 Euro. Nach Handelsschluss blieb ein Minus von 6,81 Prozent auf 3,97 Euro. Damit waren die AUA-Papiere das Schlusslicht am Kurszettel der Wiener Börse.

Unter den im ATX-5 zusammengefassten Schwergewichten gab es nur Gewinner. Die bemerkenswerteste Kursbewegung legten die Aktien der Telekom Austria hin, die aus dem Minus kommend das größte Schlussplus der ATX-5-Werte markierten mit einem Aufschlag von 3,23 Prozent auf 11,50 Euro. Daran änderte auch die Bestätigung der Verkaufsempfehlung "Underweight" durch Credit Suisse nichts. Auch für OMV-Titel ging es stark nach oben, sie profitierten von dem stark gestiegenen Ölpreis mit einem Kursplus von 3,11 Prozent auf 27,52 Euro.

Die Kursgewinne bei bwin könnten einem Händler zufolge die Nachwehen auf eine positive Studie von Goldman Sachs vom Vortag sein. Die Analysten haben die ganze Wettanbieterbranche beleuchtet und die Kaufempfehlung "Buy" für bwin bestätigt. Die Aktien stiegen um 3,15 Prozent auf 32,07 Euro.

Die Geschehnisse rund um Skylink fänden laut Händleraussagen keinen Niederschlag in der Kursentwicklung des Flughafen Wien. Auch die beiden Kernaktionäre der Flughafen Wien AG sehen keinen Grund für weitere personelle Konsequenzen wegen des Bau-Desasters rund um den Terminalausbau "Skylink". Die Papiere verbilligten sich um 0,69 Prozent auf 28,70 Euro.

Die Anteilsscheine der Post ermäßigten sich leicht um 0,05 Prozent auf 20,42 Euro. Das Unternehmen sieht den Bescheid von Infrastrukturministerin Doris Bures, mit der die Ministerin die Schließung von 193 Postämtern vorerst gestoppt hat, als rechtswidrig an und wird dagegen "alle ihr zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen".

Von Analystenseite gab es neben der Credit Suisse-Studie zur Telekom Austria eine weitere Meldung. Die Wertpapierexperten von JP Morgan haben ihre Anlageempfehlung für Zumtobel mit "Underweight" bestätigt und das Kursziel von 5,50 auf 7,0 Euro angehoben. Die Aktien "sind einen weiten Weg von oben nach unten gegangen", so ein Händler. Am Schluss blieb am Berichtstag ein kleines Plus von 0,27 Prozent auf 7,31 Euro.

(APA)

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