Wien (red). Die Katze ist aus dem Sack: Hinter dem ominösen Investor „United International Trust“ mit Sitz auf den Niederländischen Antillen, der vor zwei Monaten ein Angebot für die beiden polnischen Werften Stettin und Gdingen abgegeben hat, steckt QInvest, die größte Investmentbank des Emirats Katar. Der Kaufvertrag ist unterzeichnet, es werden weiter Schiffe gebaut, die Hälfte der 10.000 Mitarbeiter bekommt ihren Job wieder.
Anfang Juni mussten die Werften schließen. Die EU hatte einen Verkauf der Staatsbetriebe gefordert, weil Polens Regierung sie über mehrere Jahre mit hunderten Mio. Euro subventioniert hatte – für Brüssel eine klare Wettbewerbsverzerrung. Katar will nun an beiden Orten Gasschiffe bauen, mit denen Polen ab 2014 mit Kondensgas beliefert wird.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2009)