US-Notenbanker: Wegen geringer Inflation keine Eile bei Zinserhöhung

Die Fed sollte mit einem zweiten Zinsschritt warten, bis sich der Preisauftrieb beschleunige, meint Patrick Harker, Chef der regionalen Fed in Philadelphia. Er rechnet erst im zweiten Halbjahr damit.

Wegen der niedrigen Inflation kann sich die US-Notenbank Federal Reserve nach Einschätzung eines führenden Vertreters bei ihrem zweiten Zinsschritt Zeit lassen. Die Fed sollte damit warten, bis sich der Preisauftrieb beschleunige, sagte am Dienstag Patrick Harker, seit Mitte 2015 Chef der regionalen Fed in Philadelphia.

Mit Blick auf die kurzfristige Geldpolitik nehme er derzeit eine etwas vorsichtigere Haltung ein als noch vor ein paar Monaten. Eine Zinserhöhung sehe er erst im zweiten Halbjahr 2016. Einen früheren Schritt schloss er jedoch nicht aus. Trotz des Ölpreisrückgangs und der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten sei er positiv gestimmt, was die US-Konjunktur angeht. Harker ist in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss, der über die Leitzinsen entscheidet.

Die US-Zentralbank Fed hatte im Dezember erstmals seit rund zehn Jahren die Leitzinsen wieder angehoben - auf 0,25 bis 0,5 Prozent. Ende Jänner entschied sie dann, den Schlüsselsatz zur Versorgung des Finanzsystems mit Geld nicht weiter nach oben zu setzen. Viele Fachleute gehen davon aus, dass die vermehrten Risiken die Fed zwingen werden, zunächst auf weitere Zinserhöhungen zu verzichten.

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