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Saudi-Arabien will Ölproduktion nicht verringern

Worker checks valve of oil pipe at Lukoil company owned Imilorskoye oil field outside West Siberian city of Kogalym
(c) REUTERS (SERGEI KARPUKHIN)
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Trotz des niedrigen Ölpreises ist Saudi-Arabien "nicht bereit, die Produktion zu senken", sagt der Außenminister.

Saudi-Arabien ist trotz des niedrigen Ölpreises nicht zu einer Verringerung seiner Produktion bereit. Sein Land werde die Förderung nicht zurückfahren, um den Ölpreis zu stützen, sagte der saudiarabische Außenminister Adel al-Dschubeir am Donnerstag in einem Interview mit AFP. Der Ölpreis werde bestimmt "durch Angebot und Nachfrage und durch die Kräfte des Marktes".

"Wenn andere Hersteller begrenzen wollen oder sich auf ein Einfrieren der Produktion einigen, könnte das Auswirkungen auf den Markt haben, aber Saudi-Arabien ist nicht bereit, die Produktion zu senken", sagte al-Dschubeir AFP. Sein Land werde seinen Marktanteil verteidigen, bekräftigte er.

US-Fracking-Industrie aus dem Markt drängen

Unter dem Druck Saudi-Arabiens hatte die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) im November 2014 beschlossen, die Fördermenge nicht zu verringern, um weniger starke Förderländer und damit vor allem die US-Fracking-Industrie aus dem Markt zu drängen.

Angesichts des stark gefallenen Ölpreises hatten am Dienstag die beiden größten Ölförderländer der Welt - Saudi-Arabien und das nicht zur Opec gehörende Russland - angekündigt, die Produktion auf dem Stand von Januar zu halten und nicht weiter zu erhöhen. Katar und Venezuela schlossen sich der Initiative an, auch der Iran erklärte seine Unterstützung. Voraussetzung ist aber, dass andere Produzenten mitziehen.

Öl-Preis unter 30 Dollar pro Ballel

Der Ölpreis fällt bereits seit Mitte 2014; von damals rund 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) rutschte er um fast 70 Prozent auf derzeit rund 30 Dollar. Hintergrund ist ein Überangebot am Markt gepaart mit einer verhaltenen Nachfrage. Hinzu kommen Sorgen um die Konjunktur in China, dem größten Ölverbraucher der Welt.

 

(APA/AFP)