Europas Leitbörsen schließen tiefer

Börseschluss. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 24,10 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 2.871,05 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag tiefer ins Wochenende gegangen. Für Belastung sorgten wieder einmal die deutlich fallenden Ölpreise. Ansonsten stand die Berichtssaison im Mittelpunkt. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 24,10 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 2.871,05 Zähler.

Nachdem bereits die Vorgaben aus den USA und Asien schwach ausgefallen waren, eröffneten die europäischen Aktienmärkte verhalten. Unterstützungsfaktoren blieben im Tagesverlauf aus, die Börsen rutschten tiefer in die Verlustzone. Deutlich abwärts ging es außerdem neuerlich bei den Ölpreisen. Im europäischen Späthandel kostete ein Fass der Rohölsorte Brent um mehr als vier Prozent weniger als am Vortag.

Während in Europa keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, zeigten in den USA veröffentlichte Inflationszahlen einen stärkeren Preisauftrieb als prognostiziert. Die Verbraucherpreise legten im Jänner im Jahresvergleich um 1,4 Prozent zu. Die um besonders volatile Güter wie etwa Energiepreise bereinigte Kernrate lag sogar bei 2,2 Prozent.

Die Entwicklung der Inflation wird von den Anlegern vor allem wegen der im vergangenen Dezember eingeleiteten Zinswende besonders genau beobachtet. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten haben einige Marktteilnehmer spekuliert, dass die Fed heuer von weiteren Zinserhöhungen überhaupt absehen könnte. Angesichts der Entwicklung der Verbraucherpreise dürfte dies nun aber unwahrscheinlicher geworden sein.

Auf Unternehmensseite sorgte die Berichtssaison für Impulse. So gerieten im Euro-Stoxx-50 die Papiere von Essilor unter Druck, nachdem der französische Brillenglashersteller im Jahr 2015 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn etwas unter den Erwartungen geblieben war. Die Aktie verlor 2,19 Prozent auf 109,35 Euro.

Jahresergebnisse hat außerdem Vivendi vorgelegt. Der Medienkonzern hat auch wegen der Euroschwäche den Umsatz um 6,7 Prozent auf 10,76 Milliarden Euro gesteigert. Ohne Währungseffekte und bereinigt um Zu- und Abgänge beträgt das Plus nur 1,4 Prozent. Der bereinigte Überschuss legte um 11,3 Prozent auf 697 Millionen Euro zu. Die Vivendi-Aktie schloss um 0,66 Prozent tiefer bei 18,02 Euro.

Die Aktien der Allianz grenzten ihre Verluste aus dem Frühhandel im Verlauf wiederum etwas ein und schlossen um 1,25 Prozent schwächer bei 134,04 Euro. Die Papiere des Versicherers hatten in Spitze über vier Prozent verloren, nachdem er im abgelaufenen Geschäftsjahr den operativen Gewinn um drei Prozent auf 10,7 Mrd. Euro gesteigert und damit das selbst gesteckte Maximalziel von 10,8 Mrd. Euro verfehlt hatte.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.