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Ehrenamtliche Sprachvermittler

Deutsch für Flüchtlinge. Ein Workshop an der Uni Salzburg sowie ein Online-Leitfaden des ÖDaF geben nützliche Tipps für ehrenamtlich Tätige.

Auf Initiative des Österreichischen Verbands für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (ÖDaF) bietet die Universität Salzburg im März einen Workshop für ehrenamtliche Sprachhelfer an, die Flüchtlinge im Erwerb und Umgang mit der deutschen Sprache unterstützen wollen. „Ehrenamtliche Mitarbeiter sollen und können dabei keine ausgebildeten Sprachlehrer ersetzen. Wir wollen in dem Kurs vermitteln, was sie tun können“, sagt Margareta Strasser, Leiterin des Sprachenzentrums an der Universität Salzburg. Dabei gehe es neben Basics wie Vokabeltraining auch um Hilfestellungen außerhalb des Unterrichts.

Auch der ÖDaF spricht sich dagegen aus, dass Personen ohne fundierte sprachdidaktische Ausbildung einen vollen Sprachunterricht abhalten sollen. Der Workshop „Einblicke in die Spracharbeit mit Geflüchteten“ soll laut ÖDaF nicht als Fachdidaktik im Schmalspurformat verstanden werden, sondern nur die Möglichkeiten einfacher Sprachvermittlung aufzeigen. „Die Themen des auf fünf Nachmittage angesetzten Workshops umfassen unter anderem Inhalte, Ziele und Grenzen der Spracharbeit von Ehrenamtlichen, geeignete Materialien, Wortschatzarbeit, Dialogarbeit, Phasen der Spracharbeit sowie den Umgang mit Traumatisierten“, so Strasser. Der Workshop, der im Winter bereits an der Uni Wien abgehalten wurde, startet an der Universität Salzburg am 12. März und wird vom dortigen Sprachzentrum in Kooperation mit dem Fachbereich Germanistik abgehalten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weiters findet sich auf der Homepage des ÖDaF neben einer allgemeinen Stellungnahme zum Thema auch ein Leitfaden, der nützlichen Tipps und Richtlinien für Ehrenamtliche, die Sprache vermitteln wollen, zusammenfasst.

Web:www.oedaf.at,

www.uni-salburg.at/sprachenzentrum

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2016)