Wiener Börse: ATX am Nachmittag weiter deutlich im Minus

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Nach deutlichen Kursverlusten am Vortag geht es zur Wochenmitte weiter abwärts. Erneut lasteten die fallenden Ölpreise auf dem Handel.

Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Verlauf weiter deutlich schwächer tendiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.099,23 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 35,76 Punkten bzw. 1,67 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,31 Prozent, FTSE/London -1,44 Prozent und CAC-40/Paris -2,00 Prozent.

Nach deutlichen Kursverlusten am Vortag geht es zur Wochenmitte weiter abwärts. Erneut lasteten die fallenden Ölpreise auf dem Handel. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt um über 1,9 Prozent weniger als am Vortag. Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte tendierten im Verlauf klar im roten Bereich. Wichtige Konjunkturdaten wurden unterdessen keine veröffentlicht.

Wienerberger im Fokus

Bei den Einzelwerten gewannen Wienerberger-Aktien an der ATX-Spitze 3,60 Prozent auf 14,95 Euro. Der Ziegelhersteller ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nach vier Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Nettogewinn belief sich auf 36,5 Mio. Euro. Vor allem das vierte Quartal sei stark ausgefallen, kommentierten die Analysten der UBS. Unterstützend hätten Verbesserungen in Europa gewirkt, auch wegen des besseren Wetters. Bei der Citigroup spricht man von "guten Zahlen fürs Gesamtjahr".

Ebenfalls positiv reagierten die Anleger auf die Zahlenvorlage der Kapsch TrafficCom. Die Papiere des Anbieters von Mautsystemen waren im Verlauf mit einem Plus von 3,15 Prozent auf 32,75 Euro zweitgrößter Gewinner im prime market. Das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 brachte einen Umsatzanstieg um 20 Prozent auf 134,3 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Plus von 6,1 Mio. Euro erzielt.

Zumtobel am Ende der Kursliste

Hingegen rutschten Zumtobel-Papiere mit einem Minus von 6,15 Prozent auf 16,10 Euro ans untere Ende des prime market. Damit profitierten sie nicht von der Nachricht, dass das Zumtobel-Tochterunternehmen Tridonic mit Panasonic eine Patentlizenzvereinbarung geschlossen hat. Klar schwächer tendierten auch Valneva-Papiere mit einem Minus von 5,26 Prozent auf 3,32 Euro. Die Biotechfirma erwartet für heuer Umsätze von 90 bis 100 Mio. Euro.

Sehr schwach tendierten außerdem die Aktien der voestalpine, die an ihre Vortagesverluste anknüpften und zuletzt 4,81 Prozent auf 25,06 Euro verloren. Auch die Bankaktien im ATX gaben deutlich nach: Erste Group büßten 2,67 Prozent auf 24,26 Euro ein und Raiffeisen fielen um 2,37 Prozent auf 11,33 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen gegen 9.05 Uhr bei 2.141,21 Punkten, das Tagestief lag um etwa 13.25 Uhr bei 2.094,54 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,52 Prozent bei 1.081,53 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market elf Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und zwei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.956.986 (Vortag: 3.183.270) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 79,663 (83,49) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Wienerberger mit 400.637 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 12,03 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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