An der Wall Street ist derzeit nicht viel zu holen

Zum Wochenauftakt standen die US-Börsen im Spannungsfeld zwischen negativen Wirtschaftsdaten aus den USA und steigenden Ölpreisen.

Die New Yorker Börse hat am Montag deutlich tiefer geschlossen. Nach zwei Gewinnwochen in Folge konnte der Dow Jones im Februar dennoch erstmal seit November 2015 ein kleines Monatsplus einfahren. Damit konnte er sich etwas vom schwächsten Jahresstart seiner Geschichte erholen.

Der Dow Jones Industrial Index fiel zum Wochenauftakt um 123,47 Punkte oder 0,74 Prozent auf 16.516,50 Einheiten. Mit einem Kursrutsch von fünfeinhalb Prozent im Jänner hatte das weltweit wichtigste Börsenbarometer einen historisch schlechten Jahresstart hingelegt.

Der S&P-500 Index verlor 15,82 Punkte oder 0,81 Prozent auf 1.932,23 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab 32,52 Einheiten oder 0,71 Prozent auf 4.557,95 Zähler ab. Beide Indizes mussten im Gegensatz zum Dow jedoch den 3. Monatsverlust in Folge hinnehmen, was seit vier Jahren nicht mehr vorgekommen ist.

Zum Wochenauftakt standen die US-Börsen im Spannungsfeld zwischen negativen Wirtschaftsdaten aus den USA und steigenden Ölpreisen. Die US-Konjunkturdaten waren schwach ausgefallen, was zunehmend die Erwartung schürt, dass die US-Notenbank vorerst keine weiteren Zinsanhebungen planen dürfte. So hatte sich im Februar das Geschäftsklima in der wirtschaftlich bedeutenden Region Chicago überraschend deutlich eingetrübt und war sogar unter die Expansionsschwelle gefallen. Zudem war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Jänner so stark gefallen wie zuletzt Ende 2013, während Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet hatten.

"Der Fokus in den USA richtet sich abgesehen von den Wirtschaftsdaten nun auch zunehmend auf die anstehenden Wahlen am morgigen 'Super-Dienstag'", sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets. In zahlreichen US-Bundesstaaten finden am 1. März die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten statt. Bei den Vorwahlen werden die Kandidaten der Demokraten und Republikaner bestimmt. Der Präsident wird am 8. November gewählt.

Im S&P-500 stiegen die Titel von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway um 1,7 Prozent, nachdem das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinnanstieg von 21 Prozent auf 24,08 Mrd. Dollar vermeldet hatte. Dafür sorgte vor allem die für Buffett lukrative Fusion des Ketchup-Herstellers Heinz mit dem Lebensmittelkonzern Kraft.

Die Alibaba-Titel gewannen 2,8 Prozent, während die Papiere von Yahoo an der Nasdaq um 1,3 Prozent stiegen. Am Markt kursierten Gerüchte über die mögliche Verwendung eines Kredits von bis zu vier Milliarden US-Dollar, den die chinesische Handelsplattform aktuell aufnehmen wolle, obwohl sie Ende des Jahres noch mehr als 18 Milliarden Dollar in ihrer Kasse gehabt habe. Spekuliert wird daher, dass das Geld möglicherweise dazu verwendet werden könne, um noch bei Yahoo liegende Alibaba-Anteile zurückzukaufen. Diese Anteile waren Ende des Jahres auf rund 30 Milliarden Dollar geschätzt worden.

Die Papiere von Valeant Pharmaceuticals büßten 18,4 Prozent ein. Der Pharmakonzern hat seine Finanzziele zurückgenommen und verschiebt die Vorlage seiner Jahresbilanz. Valeant hatte in der vergangenen Woche einen Fehler bei der Rechnungslegung eingeräumt, der möglicherweise zu der Korrektur früherer Bilanzen führen könnte.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.