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"Bauern bleibt nicht einmal ein Euro pro Schwein"

A group of piglets inside their stall
Erwin Wodicka - BilderBox.com
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Jeden fünften Tag gibt ein steirischer Schweinebauer den Kampf gegen den Preisverfall auf. Agrarlandesrat Seitinger schlägt Alarm.

So schlimm wie jetzt sei die Situation für Österreichs Schweinebauern noch nie gewesen, sagt der steirische Agrarlandesrat Johann Seitinger (ÖVP) laut "ORF.at":"Derzeit bleibt einem Bauern nicht einmal ein Euro pro fertig gemästetem Schwein, das muss man sich einmal vorstellen." Man sei weit unter der Grenzkalkulation.

Derzeit gibt es noch mehr als 6200 Schweinebauern in der Steiermark, aber jeden fünften Tag gibt einer den Kampf gegen den Preisverfall auf. Die Bauern erhalten 1,12 Euro je Kilogramm Schweinefleisch - ein Preis, der dem "ORF"-Bericht zufolge bereits in den 1990er-Jahren erzielt wurde.

Großbetriebe aus Ländern wie Holland oder Deutschland schwemmen den Markt mit Fleisch. Andererseits, kritisiert Seitinger, würde der Handel mit Schleuderpreisen die Situation verschärfen. Man müsse nun neue Märkte finden und eine Qualitätsoffensive in Österreich starten. Der Landesrat versucht, Verbündete in anderen Ländern mit zu finden - positive Gespräche habe es bereits mit dem bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gegeben.

Tiefe Milchpreise für viele existenzbedrohend

Erst am Montag warnte Agrar-Ökonom Franz Sinabell vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), dass das aktuelle Tief bei den Milchpreisen für viele österreichische Bauern existenzbedrohend sei. "Das Jahr 2016 wird wie 2009 eine Durststrecke", sagte Sinabell. Die aktuellen Milchpreise seien "kaum noch kostendeckend für viele Betriebe", so Sinabell. Die Aufrechterhaltung der Betriebe sei "nur möglich", weil es Förderungen gebe.

>>> Bericht auf "ORF.at"

(sk)