In Österreich wurden im Vorjahr Immobilien im Wert von 23,5 Milliarden Euro verkauft.
Die Immo-Verkäufe in Österreich sind voriges Jahr auf eine neue Rekordhöhe geklettert. Die Zahl der Transaktionen stieg um 16,6 Prozent auf 112.124, und der Wert der dabei veräußerten Immobilien kletterte sogar um 20,4 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Dies gab der Maklerverbund RE/MAX am Dienstag nach Auswertung der Grundbuchdaten bekannt.
Den absehbaren starken Zuwachs bei den Transaktionen führte RE/MAX-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer schon Anfang Jänner "zu rund einem Zehntel" auf Vorzieheffekte aufgrund der Steuerreform zurück, die auch eine höhere Immobilienertragssteuer (Immo-ESt) mit sich brachte.
Zudem hätten das spürbar gestiegene Immo-Angebot, eine weiter sehr gute Nachfrage, weitgehend stagnierende Preise und das historisch niedrige Zinsniveau zum Florieren des Marktes geführt, erklärte Reikersdorfer in einer Aussendung. Auch für 2016 erwartet er ein gutes Jahr für den heimischen Immobilienmarkt. Ob das Rekordjahr 2015 getoppt werden könne, bleibe aber abzuwarten.
Auf Wien, den wertmäßig wichtigsten Immo-Markt, entfielen voriges Jahr 30,5 Prozent aller in Österreich ge- und verkauften Immo-Werte, nämlich 7,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Transaktionen wuchs in der Bundeshauptstadt um 18,8 Prozent auf 18.052, die zugrunde liegenden Werte um 19,7 Prozent. Mengenmäßig hatte wie üblich Niederösterreich die Nase vorn, dort wechselten 2015 exakt 23.413 Häuser, Grundstücke und Wohnungen die Besitzer, um 16,3 Prozent mehr als im Jahr davor; die Immo-Werte nahmen dabei um 27,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Die dicksten Brocken, die das Grundbuch 2015 bundesweit registrierte, waren allesamt in Wien: Zwei Zinshäuser für jeweils knapp unter 100 Millionen Euro.