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Biathlon-WM: Fourcade erneut nicht zu schlagen

Martin Fourcade
Martin FourcadeGEPA pictures
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Martin Fourcade sicherte sich in der Verfolgung bereits sein drittes Gold. Dominik Landertinger wurde als bester Österreicher 14.

Martin Fourcade bleibt der dominierende Mann der Biathlon-WM in Oslo. Der 27-Jährige holte sich am Sonntag in der Verfolgung über 12,5 km sein insgesamt neuntes WM-Gold, sein drittes bei diesen Titelkämpfen. Fourcade setzte sich wie im Sprint am Vortag vor Altmeister Ole Einar Björndalen aus Norwegen durch. Der Franzose sicherte sich zudem zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup.

Die Österreicher landeten wie im Sprint im geschlagenen Feld. Ex-Weltmeister Dominik Landertinger kam nach vier Schießfehlern mit 1:21,9 Minuten Rückstand nicht über Rang 14 hinaus. Der bereits mit deutlichem Rückstand ins Rennen gegangene Simon Eder musste sich nach drei Strafrunden fünf weitere Sekunden dahinter mit Platz 16 begnügen.

Weil alle Topathleten im Finale Fehler begingen, hatte der Sprint-Neunte Landertinger bis zum vierten Schießen sogar noch kleine Chancen auf die Bronzemedaille. Der 27-jährige Tiroler verfehlte aber zwei Ziele. "Es ist einfach nicht gelaufen. Nach den beiden Liegend-Fehlern musste ich beim letzten Stehendschießen voll riskieren. Das war die einzige Chance, um vielleicht doch noch nach vorne zu kommen", erklärte Landertinger.

Eder: "Mir fehlt im Moment der Rhythmus"

Läuferisch war der Hochfilzener nicht unzufrieden, obwohl er einiges an Führungsarbeit leisten musste. "Körperlich bin ich in guter Verfassung, das stimmt mich für die nächsten Rennen zuversichtlich." Eder verbesserte sich nach dem völlig verpatzten Sprint zumindest um elf Ränge. "Im Moment fehlt einfach der richtige Rhythmus", sagte der Salzburger. "Nach der Schlappe von gestern war das aber auf alle Fälle schon wieder ein Schritt nach vorne."

Im Gesamtweltcup liegt Eder weiter auf Rang sechs. Der Titel ist Fourcade fünf Rennen vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Fünf große Kugeln in Serie, wie sie im alpinen Skisport zuletzt auch ÖSV-Star Marcel Hirscher geholt hat, hat vor ihm noch kein Biathlet gewonnen. Selbst Allzeit-Größe Björndalen, insgesamt sechsfacher Weltcup-Gesamtsieger, triumphierte lediglich viermal hintereinander.

42. WM-Medaille für "König Ole"

"König Ole" setzte in seinem Heimrevier in Oslo aber ein weiteres Ausrufezeichen. Björndalen holte mit 42 Jahren seine 42. WM-Medaille. Am Ende fehlten der Legende 20,1 Minuten auf Fourcade. Die Mini-Chance auf seinen 20. WM-Titel vergab Björndalen mit einem Fehler beim letzten Schießen. Fourcade hatte ihm mit zwei Strafrunden die Tür geöffnet. Der neunfache Saisonsieger gewann nach Mixed-Staffel und Sprint aber auch den dritten WM-Bewerb.

Bronze holte sich mit Emil Hegle Svendsen, der im Finish seinen Landsmann Johannes Thingnes Bö in Schach hielt, ein weiterer Norweger. Die übrigen Österreicher hatten keine Chance auf die vorderen Plätze. Julian Eberhard bot zwar eine ansprechende Laufleistung, landete nach sechs Schießfehlern aber auf Rang 26. Sven Grossegger belegte mit vier Strafrunden Platz 48.

In Oslo stand am Sonntag (15.45 Uhr) noch die Verfolgung der Damen auf dem Programm. Für die Herren geht es am Donnerstag mit dem Einzelbewerb über 20 km weiter. Kommendes Wochenende warten zum Abschluss der Titelkämpfe Staffel und Massenstart.

(APA)