Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

"Henry am Zug" hat Ärger mit dem Arbeitsinspektorat

  • Drucken

Der Do&Co-Tochter "Henry am Zug" droht eine Verwaltungsstrafe von 1,3 Millionen Euro. Grund sind Verletzungen der Arbeitszeitregelung.

Bei der Do&Co-Tochter "Henry am Zug" soll es zu Verletzungen der Arbeitszeitregelung gekommen sein, nun droht eine Verwaltungsstrafe von 1,3 Millionen Euro, berichtet der "Kurier". Das Unternehmen bestätigte Ermittlungen, sieht sich aber rechtlich auf der sicheren Seite. Laut Bericht haben Arbeitsinspektorrat und Finanzpolizei bei einer Überprüfung Ende Jänner zahlreiche Übertretungen festgestellt, des weiteren sollen die Arbeitszeitaufzeichnungen mangelhaft gewesen sein.

Do&Co verweist auf eine Vereinbarung mit der Arbeitnehmervertretung, wonach die Vorgehensweise großteils in Ordnung sei. "Unter dieser Voraussetzung sind keine wesentlichen Arbeitszeit-Überschreitungen und Ruhezeit-Unterschreitungen erfolgt", wird Do&Co-Gründer Attila Dogudan von der Zeitung zitiert. Gelten diese Regelungen nicht, räumte Dogudan ein, gab es eine Überschreitung.

Laut Gewerkschaft vida gab es zwar eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, aber nicht mit der Gewerkschaft. Abgesehen davon gelten die gesetzlichen Regelungen zu den Ruhenszeiten.

vida: Mitarbeiter "wie moderne Sklaven" behandelt

Die Arbeitsbedingungen von Henry am Zug sorgen nicht zum ersten Mal für Aufregung. Im Sommer des Vorjahres hatte die vida dem Unternehmen wieder einmal vorgeworfen, die ungarischen Mitarbeiter wie "moderne Sklaven" zu behandeln.

Die betroffenen Mitarbeiter würden zwar zu 80 Prozent in Österreich arbeiten, aber nur zu ungarischen Konditionen - mit netto rund 500 statt bis zu 1500 Euro pro Monat bezahlt. Das sei ein klarer Verstoß gegen die europäische Entsenderichtlinie und stehe auch im Widerspruch zu den Bestimmungen des österreichischen Lohn-und Sozialdumpingbekämpfungsgesetzes.

Dogudan hatte die Vorwürfe so kommentiert: "Wenn die Entsenderichtlinie für das Transportgewerbe so ausgelegt würde, wie die Gewerkschaft das meint, müssten auch Piloten, die über mehrere Länder fliegen, mehreren Kollektivverträgen unterliegen. Dass das nicht sein kann, sagt schon der Hausverstand."

>>> Bericht auf "Kurier.at"

(APA)