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Bauern protestieren gegen "S-Budget"-Butter aus Bayern

Die Presse (Clemens Fabry)
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Der Bauernbund sieht die Konsumenten getäuscht: Sie würden davon ausgehen, dass die Milch aus Österreich kommt.

Spar bietet derzeit über seine Diskontschiene "S-Budget" eine Butter aus Bayern an, was den Bauernbund empört. Er sieht die Konsumenten getäuscht, denn diese würden davon ausgehen, dass es sich um heimische Butter handelt. Spar verteidigt den Import: Die bayrische Herkunft sei klar gekennzeichnet und leider war in Österreich die erforderliche Sommermilch nicht zu haben.

Auch tschechische Milch verarbeitet

Stimmt so nicht, sagt wiederum Bauernbund-Sprecherin Andrea Salzburger. Vielmehr hätte Spar von den heimischen Molkereien ein Preisangebot verlangt, das nicht darstellbar gewesen wäre. In Deutschland hingegen sei die Milch um drei bis fünf Cent je Liter günstiger. Obendrein werde in der herstellenden Molkerei in Nordbayern auch tschechische Milch verarbeitet.

Den Österreichern sei es aber wichtig, regional einzukaufen. Dass für einen Konsumenten im oberösterreichisch-bayrischen Grenzland eine Milch aus Bayern möglicherweise regionaler ist als eine Milch aus Kärnten, räumte der Bauernbund ein. Aber es gehe eben auch um die Erhaltung der heimischen Landwirtschaft.

4000 Tonnen Butter exportiert

Wobei diese selbst auch kräftig exportiert: 34.000 Tonnen Butter wurden im Vorjahr hierzulande erzeugt, 4000 Tonnen gingen laut Bauernbund in den Export. Eingeführt wurden 16.000 Tonnen.

(APA)