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Student für Kampf gegen Binnen-I ausgezeichnet

(c) Die Presse (Fabry)
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Weil er sich gegen das an der Uni geforderte Gendern der deutschen Sprache wehrte, wurde ein Student der Technischen Uni Berlin ausgezeichnet.

Ein Berliner Student wurde für seinen Einsatz für die deutsche Sprache ausgezeichnet. Das gab die Sprachzeitung "Deutsche Sprachwelt" am Mittwoch anlässlich der Leipziger Buchmesse bekannt. Die Leser der Sprachzeitung wählten Student Sebastian Zidek von der Technischen Uni Berlin auf den ersten Platz, weil er sich gegen das Gendern der Sprache wehrt.

Zidek hatte sich geweigert, Instrumente der geschlechtergerechten Sprache wie Binnen-Is, Sterne oder Unterstriche innerhalb von Wörtern zu verwenden (StudentInnen, Student*innen, Student_innen). Als ihm daraufhin schlechtere Noten angedroht wurden, wandte er sich laut der Mitteilung an die Kanzlei der TU, die ihm recht gab.

Die "Deutsche Sprachwelt" ist laut eigenen Angaben mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik im deutschsprachigen Raum.

Pflicht an manchen Fachhochschulen

Die Praxis in Österreich: An einzelnen Fachhochschulen ist gendergerechtes Formulieren Voraussetzung für eine positive Note. Nach Rechtsgrundlagen dafür sucht man freilich vergeblich, wie der Jurist Werner Doralt in der "Presse" schrieb. "Weder eine Studienkommission noch die einzelne Lehrkraft hat die Legitimation, über die deutsche Sprache eigene Vorschriften zu erlassen, und noch weniger haben sie das Recht, Gendern verbindlich zum Inhalt der deutschen Sprache zu erklären", so Doralt.

 

(APA/dpa/Red.)