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Neues Konzept: Work-Life-Balance hat ausgedient

„Life Domains“ strebt nach Balance aller Lebensbereiche.

Der Begriff Work-Life-Balance hat sich mittlerweile in den Köpfen von Führungskräften wie Mitarbeitern festgesetzt. Doch so richtig glücklich ist niemand damit, dass Arbeit als das Gegenstück zum Leben stilisiert wird. Schließlich gehört die Arbeit zum Leben dazu.

Alles in Einklang?

Vermehrt ist daher in jüngster Zeit von „Life Domains“ die Rede, konzeptuellen Erweiterungen der Work-Life-Balance. Das Konzept geht davon aus, dass es mehr Lebensbereiche als nur Arbeit und Privatleben gibt.
Die beiden Autoren Eberhard Ulich und Bettina S. Wiese („Life Domain Balance“, Springer Gabler, 330 Seiten, 55 Euro) nennen neben der Erwerbsarbeit auch Partnerschaft, Familie, Hobbys, gemeinnützige Arbeit und die Gesundheit. All diese Bereiche, die ja permanent ineinandergreifen, gelte es, in Einklang zu bringen.

Warum Hobbys nicht alles sind, aber der Job auch nicht

Gefährlich wird es also immer dann, wenn ein Lebensbereich Überhand gewinnt und die Balance in Ungleichgewicht gerät. Wer über lange Zeit zu viel und/oder zu hart arbeitet, wird Familie, Freunde, Gesundheit vernachlässigen. Wer nur noch einem Hobby nachgeht, wird andere Bereiche zu kurz kommen lassen müssen. Das soll aber kurze Phasen nicht ausschließen, in denen man sich einem Bereich ganz besonders widmet (Projekt im Job, Vorbereitung auf einen Marathonlauf, Kleinkindbetreuung etc.).
Dieses Konzept fordert einerseits die Unternehmer, andererseits aber auch jeden Mitarbeiter.

Denn es geht um:

  • Gesundheit und Selbstfürsorge: Was tut gut? Was muss ich tun, damit es dem Mitarbeiter/mir gut geht? Wie sorge ich für meine Mitarbeiter/für mich?

  • Beziehung und Partnerschaft: Wer tut mir gut? Was ist notwendig, um ein soziales Netz aufzubauen und zu pflegen?

  • Arbeit und Leistung: Worin ist der Mitarbeiter/bin ich gut? Welche Ziele hat mein Mitarbeiter/habe ich? Wie können diese Ziele erreicht werden?

  • Sinn und Werte: Wofür lebe ich? Was leitet meinen Mitarbeiter/mich?