SkyEurope: "Kampf, um Flugbetrieb aufrecht zu erhalten"

SkyEurope-Chef Nick Manoudakis
SkyEurope-Chef Nick Manoudakis(c) APA (Helmut Fohringer)
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Die Belegschaft hat auf bis zu 50 Prozent ihrer Gehälter verzichtet. Nun sind neue Einsparungen bei den Personalkosten vorgesehen. Die Aktionärsvertreter fordern höhere Preise für die Flugtickets.

"Den Flugbetrieb zu erhalten, ist ein regelrechter Kampf", erklärte Nick Manoudakis, Chef der unter Gläubigerschutz stehenden Billigfluglinie SkyEurope auf Fragen von Aktionärsvertretern bei der Hauptversammlung am Dienstag in Wien. Die Belegschaft habe auf Teile ihrer Gehälter verzichtet, einige davon auf bis zu 50 Prozent. Nun habe man in dem erarbeiteten Restrukturierungsplan neue Einsparungen bei den Personalkosten vorgesehen. Details gab Manoudakis aber nicht bekannt. Verzichte gab es auch im Managemten und im Aufsichtsrat.

Insgesamt hat SkyEurope derzeit acht Flugzeuge, wovon zwei im Eigentum der Airline stehen und sechs geleast werden. Im Jänner 2009 mussten sechs Flugzeuge an einen US-Leasinggeber zurückgegeben werden. Das vom Pariser Flughafen Orly festgehaltene Flugzeug sei noch immer Paris, obwohl es eine Entscheidung des zuständigen Pariser Gerichts zugunsten von SkyEurope gebe, so Manoudakis. "Wir werden Schadenersatz fordern", sagte der SkyEurope-Chef.

Bislang erfolglose Investorensuche

Der für das slowakische Restukturierungsverfahren erstellte Businessplan wurde auf drei Jahre konzipiert und werde laufend von Ernst&Young überprüft. Derzeit sei es schon schwierig genug, einen Businessplan für einige Monate zu erstellen. Die drei Jahre waren aufgrund des slowakischen Restrukturierungsverfahrens notwendig. Gespräche mit dem größten Investor, dem US-Fonds York, gebe es, teilte Manoudakis mit. Allerdings könne er nicht für York sprechen.

Bei der vergangenen Hauptversammlung wurde die Verpfändung der Flugzeuge zugunsten von York beschlossen. Dies mache einen Einstieg eines potenziellen Investors besonders schwierig, kritisierten Aktionärsvertreter. Die Ende 2008 gestartete Investorensuche habe Gespräche mit 40 Investoren gebracht, wovon einer Interesse gezeigt habe, erklärte der SkyEurope-Chef.

Aktionäre wollen höhere Ticketpreise

Der Verkauf von Tickets für die Wintersaison könne erst nach Verlängerung der bis Oktober 2009 befristeten Fluglizenz erfolgen. Man führe Gespräche mit der slowakischen Luftverkehrsbehörde. Sie sei bereit die Lizenz zu verlängern, wenn ein neuer Investor bei der Fluglinie einsteige, erklärte er.

Die Aktionärsvertreter forderten unter anderem die Preise für die Flugtickets zu erhöhen, denn man könne sich die billigen Tickets nicht leisten.

(APA)

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