Banken entdecken Pensionisten für Kreditgeschäft

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Die demografische Entwicklung gibt die Richtung vor. Immer häufiger bieten Institute Senioren auch langfristige Kredite an.

In 15 Jahren wird laut Statistik Austria jeder vierte Österreicher alter als 65 Jahre sein. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt hierzulande bei 81 Jahren, mit steigender Tendenz. Also Zeit genug für rüstige Senioren um nach Pensionsantritt noch Projekte zu starten. Da muss noch eine Haussanierung umgesetzt werden und ein Umbau auf altersgerechtes Wohnungen geplant werden. Doch hierzulande war es bisher selbst für mit guter Bonität ausgestatteten Kunden nicht einfach noch einen Kredit für diese Investitionen zu bekommen. "Mit 75 muss er getilgt sein." Laut Kreditvergaberichtlinie ende die Laufzeit mit diesem Alter, heißt es von der Bank Austria.

Doch es geht auch anders. Die BKS Bank ließ Anfang März mit einem "Silberkredit" für Personen ab 65 Jahren mit guter Bonität aufhorchen. Die Laufzeit könne individuell bestimmt werden, selbst eine Laufzeit bis zu 30 Jahre ist möglich , heißt es auf der Homepage des Instituts. Der Kreditbetrag werde einmalig ausbezahlt und sei an keinen Verwendungszweck gebunden, kann also für eine Reise oder ein neues Auto ebenso verwendet werden wie für die Modernisierung des Eigenheimes.

Immobilie zur Besicherung

Auch die Kärntner Sparkasse entdeckt die Generation 65 plus für sich, berichtet „orf.at“. Man habe sich gesagt, es sei nicht in Ordnung, dass ein Kunde mit Immobilien und guter Pension keinen Kredit bekomme, weil er zu alt sei, so Günther Novak von der Kärntner Bank. Daher habe man die Altersgrenze aufgehoben. Eine Immobilie muss jedoch zur Besicherung herhalten.

Sollte ein Kredit nicht bis zum Lebensende zurückgezahlt werden kann, verringere sich das Erbteil um die aushaftende Summe, , so Günther Nowak. Die Erben können den Kredit übernehmen. Die Zinsen für Seniorenkredite sind derzeit sehr überschaubar und bewegen sich zwischen zwei und drei Prozent.

>>> Bericht aus "orf.at"

(red.)


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