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Chronologie des Terrors in Frankreich und Belgien

Einsatzkräfte nach der Explosion in einer Brüsseler U-Bahn-Station.
Einsatzkräfte nach der Explosion in einer Brüsseler U-Bahn-Station.REUTERS
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Seit 2015 sind Frankreich und Belgien immer wieder Ziel von Anschlägen. Es sind immer noch mutmaßliche Komplizen der Paris-Attentäter auf der Flucht.

11. Jänner 2015: Aus Protest gegen die Terrorwelle gehen im ganzen Land nach Schätzungen zwei Millionen Menschen auf die Straße. Viele Staats- und Regierungschefs reisen zum Pariser Gedenkmarsch an.

19. April: Nach der Ermordung einer Frau wird in Villejuif bei Paris ein Student festgenommen. Der 24-Jährige mit Kontakt nach Syrien soll mit einem Waffenarsenal aus Kalaschnikow-Sturmgewehren, Pistolen und Revolver Anschläge auf Kirchen geplant haben.

26. Juni: Ein 35 Jahre alter mutmaßlicher Islamist wird beim Versuch überwältigt, in einem Industriegas-Werk in Saint-Quentin-Fallavier bei Lyon eine Explosion herbeizuführen. Der Mann hatte zuvor seinen Arbeitgeber enthauptet und den Kopf mit zwei Islamistenflaggen auf den Fabrikzaun gesteckt. Im Dezember erhängte er sich im Gefängnis.

21. August: Ein 25-jähriger Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel-Paris bei einem Anschlagversuch mit einem Schnellfeuergewehr von Fahrgästen überwältigt. Zwei Zuginsassen werden verletzt.

13. November: Bei einer koordinierten Anschlagsserie in Paris töten IS-Extremisten 130 Menschen. In der Konzerthalle "Bataclan" richten sie ein Massaker an, sie erschießen mehrere Menschen in Bars und Restaurants, vor dem Stade de France sprengen sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft.

14. November: Erste Spuren weisen nach Belgien. Bei einer Razzia in Brüssel-Molenbeek werden mehrere Menschen festgenommen.

16. November: Mit einer Schweigeminute wird europaweit der Opfer gedacht. Präsident Francois Hollande will eine weltweite Koalition gegen den IS ins Leben rufen. Als ein Drahtzieher gerät der belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud ins Visier. Gefahndet wird überdies nach Salah Abdeslam, dem Bruder eines der Attentäter.

17. November: In Hannover wird das Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande abgesagt. Später stellt sich heraus, dass es konkrete Informationen eines ausländischen Geheimdienstes zu Bombenanschlägen im Stadion und am Hauptbahnhof gab.

18. November: Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis bei Paris nimmt die Polizei sieben mutmaßliche Komplizen der Attentäter fest. Drei weitere Verdächtige kommen ums Leben, wie sich später herausstellt - einer ist der gesuchte Abaaoud.

21. November: Belgiens Behörden rufen nach konkreten Hinweisen auf einen geplanten Anschlag für die Hauptstadtregion Brüssel die höchste Terrorwarnstufe aus. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Erst nach fünf Tagen wird die maximale Warnstufe wieder aufgehoben.

23. November: Bei einem groß angelegten Anti-Terror-Einsatz werden in Brüssel 16 Personen vorläufig festgenommen. In den folgenden Wochen gibt es in Belgien weitere Razzien mit Festnahmen von Verdächtigen.

24. Dezember: Französische Muslime bewachen symbolisch in der Stadt Lens Gottesdienste von Christen am Heiligen Abend.

31. Dezember: In ganz Europa finden die Silvesterfeierlichkeiten unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Alleine in der Wiener Innenstadt sind 500 Polizisten im Einsatz, in Brüssel wird das Silvesterfeuerwerk nach Hinweisen auf einen Terroranschlag abgesagt, in München wird in den Abendstunden der Hauptbahnhof sowie ein weiterer Bahnhof geräumt - Grund sind ebenfalls "konkrete Hinweise" auf eine Terrorattacke.

7. Jänner 2016: Am Jahrestag der Anschläge auf "Charlie Hebdo" schießen Polizisten vor einem Pariser Kommissariat einen Mann nieder. Er war mit einem Messer bewaffnet und trug die Attrappe einer Sprengstoffweste.

21. Jänner 2016: Belgische Fahnder nehmen weitere Verdächtige vorläufig fest. Bei den Betroffenen handle es sich um einen 1986 geborenen Belgier namens Zakaria J. sowie um einen 1981 geborenen Marokkaner namens Mustafa E.

16. Februar 2016: Belgische Anti-Terror-Fahnder nehmen bei Razzien im Großraum Brüssel zehn Verdächtige fest. 

15. März 2016: Bei Ermittlungen zu den Anschlägen in Paris kommt es in Brüssel zu Schießereien zwischen Verdächtigen und der Polizei. Drei Polizisten werden verletzt, einer davon schwer. Ein Verdächtiger wird erschossen (Mohammed Belkaid), zwei können flüchten (Najim Laachraoui, Salah Abdeslam).

18. März 2016: Salah Abdeslam wird bei einer Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gefasst. 

22. März 2016: Ein Doppelanschlag erschüttert Brüssel. Zwei Bomben explodieren am Flughafen, eine in der U-Bahnstadtion Maalbeek.

(APA/Ag.)